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Polanski erhält Unterstützung von Elisabeth Kopp

Die frühere Justizministerin hofft, dass der Bundesrat die Auslieferung an die USA stoppt. Eine Überstellung würde gegen schweizerische Rechtsgrundsätze verstossen, argumentiert sie.

Hilfe von Elisabeth Kopp: Roman Polanski auf dem Balkon seines Gstaader Chalets.
Hilfe von Elisabeth Kopp: Roman Polanski auf dem Balkon seines Gstaader Chalets.
Keystone

Seit über sieben Monaten sitzt Roman Polanski in der Schweiz fest, die letzten fünf Monate verbrachte er in Hausarrest in seinem Chalet in Gstaad. Nachdem im April ein kalifornisches Gericht ein Verfahren in Abwesenheit abgelehnt hat, entscheidet das Bundesamt für Justiz (BJ) in den nächsten Wochen über die Auslieferung an die USA. Eine solche hält die frühere Justizministerin Elisabeth Kopp für unverhältnismässig, da Polanski den Missbrauch einer 13-Jährigen vor 33 Jahren begangen habe, wie sie gestern in der NZZ ausführte. «Nach derart langer Zeit ist ein faires Verfahren nicht mehr möglich», sagte Kopp gestern auf Anfrage. Zudem sei die Tat nach Schweizer Recht verjährt. Auch wenn es sich um kein Kavaliersdelikt handle, gebe es kein Interesse an einem erneuten Prozess, zumal auch das Opfer keine Neubeurteilung wolle.

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