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Politiker wollen Vergewaltigung breiter definieren

Bisher können nur Frauen geltend machen, sie seien vergewaltigt worden. Mit einer Gesetzesänderung wollen Politiker dies ändern. Die Position des Bundesrates ist widersprüchlich.

Männer, die Opfer eines sexuellen Missbrauchs wurden, können keine Anzeige wegen Vergewaltigung einreichen. Foto: Ale Burset
Männer, die Opfer eines sexuellen Missbrauchs wurden, können keine Anzeige wegen Vergewaltigung einreichen. Foto: Ale Burset

In der rechtlichen Einordnung von Sexual­straf­taten nimmt die Schweiz eine Sonderstellung ein. Bisher können nur Frauen geltend machen, sie seien vergewaltigt worden. Männlichen Opfern von Übergriffen, ob in homo- oder heterosexuellen Begegnungen, steht lediglich die Möglichkeit offen, eine sexuelle Nötigung anzuzeigen. Für weibliche Opfer ist die Vergewaltigung unüblich eng definiert. Darunter fällt allein der «Beischlaf». Damit meint der Gesetzgeber das erzwungene Eindringen des männ­lichen Geschlechts in die Vagina.

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