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Politiker wollen vertrauliche Geburt statt Babyklappen fördern

Babyklappen befinden sich in einem rechtlichen Graubereich. Trotzdem gibt es immer mehr davon. Kritiker im Parlament versuchen nun, das Problem zu lösen – etwa mit der vertraulichen Geburt.

Claudia Blumer
Hebamme Vreni Bucher kontrolliert das Babyfenster im Spital Einsiedeln.
Hebamme Vreni Bucher kontrolliert das Babyfenster im Spital Einsiedeln.
Sigi Tischler, Keystone

2001 wurde am Spital Einsiedeln die erste Babyklappe in der Schweiz eingerichtet. Ein Jahr später lag das erste Baby darin. Bis heute sind es acht Babys, was die Erwartungen der Initianten übertroffen hat: Sie sind von einem Baby in fünf Jahren ausgegangen.

Nun breitet sich das Angebot, ein neugeborenes Kind anonym in einem Spital abgeben zu können, weiter aus: Letztes Jahr hat Davos eine Babyklappe eröffnet, im Mai 2013 Olten. Der Kanton Bern sucht aktuell ein Spital für eine Babyklappe, und Bellinzona will bis Ende Jahr eine eröffnen. Pläne gibt es auch im Wallis und in Zürich, in St. Gallen und im Thurgau wurden entsprechende Vorstösse eingereicht. Die Vorstösse stammen meistens von SVP-Politikern, unterstützt und gefördert werden die Babyfenster von religiös motivierten Vereinigungen wie der schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind. Diese finanziert die drei bestehenden Babyfenster in der Schweiz. Sie gehört auch zu den Initianten der Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache», die derzeit im Parlament diskutiert wird.

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