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Rote Brunnen, lauter Protest

Tampons werden in der Schweiz höher besteuert als Viagra. Absurd, finden Politikerinnen – und stellen Forderungen. Als Vorbilder sollen Länder wie Irland oder Kenia dienen.

Einkaufen ist bisweilen eine Lotterie: Abhängig vom Mehrwertsteuersatz verteuert oder vergünstigt sich ein Produkt – die Grenzen scheinen bisweilen verschwommen. Gut fährt etwa, wer Därme für Würste, Frischhaltemittel für Schnittblumen, Vogelsand oder Viagra einkaufen will. Gemäss Mehrwertssteuergesetz handelt es sich um Güter für den täglichen Bedarf, weshalb ein reduzierter Steuersatz von 2,5 Prozent zur Anwendung kommt.

Rote Brunnen: Feministinnen haben in der Nacht auf Dienstag elf Brunnen in Zürich rot eingefärbt. Mit der Aktion an exponierten Stellen wollen die Aktivistinnen auf ein bestimmtes Problem hinweisen.
Rote Brunnen: Feministinnen haben in der Nacht auf Dienstag elf Brunnen in Zürich rot eingefärbt. Mit der Aktion an exponierten Stellen wollen die Aktivistinnen auf ein bestimmtes Problem hinweisen.
Reto Oeschger
Für Tampons, Binden und andere Hygieneartikel ist eine Mehrwertsteuer von 8 Prozent veranschlagt – nicht zum reduzierten Satz von 2,5 Prozent, der für Güter des alltäglichen Eigenverbrauchs gilt.
Für Tampons, Binden und andere Hygieneartikel ist eine Mehrwertsteuer von 8 Prozent veranschlagt – nicht zum reduzierten Satz von 2,5 Prozent, der für Güter des alltäglichen Eigenverbrauchs gilt.
Reto Oeschger
Aktivistin.ch
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