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Politische Hilfe für Fahrende

Die Protestaktion der ­Jenischen in Bern zeigt ­Wirkung: Nun schalten sich Parlamentarierinnen ein. Sie wollen den Bund zum Handeln zwingen.

Nach dem Protest in Bern ist ein Teil der Jenischen nach Nidau bei Biel weitergezogen. Hier dürfen sie bis zum 9. Mai bleiben.
Nach dem Protest in Bern ist ein Teil der Jenischen nach Nidau bei Biel weitergezogen. Hier dürfen sie bis zum 9. Mai bleiben.
Fabian Unternährer (13 Photo)
Auch in Nidau wird gearbeitet: Roman Waser hausiert mit Korbwaren und Haushaltsgegenständen.
Auch in Nidau wird gearbeitet: Roman Waser hausiert mit Korbwaren und Haushaltsgegenständen.
Fabian Unternährer (13 Photo)
Sie ist die Chefin im Wagen, er ist der Chef draussen: Auch die jungen Jenischen pflegen die traditionelle Rollenverteilung.
Sie ist die Chefin im Wagen, er ist der Chef draussen: Auch die jungen Jenischen pflegen die traditionelle Rollenverteilung.
Fabian Unternährer (13 Photo)
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Auf dem Papier ist die Schweiz um das Wohl der Fahrenden besorgt: 1998 ist sie dem Europäischen Rahmen­über­ein­kommen zum Schutz nationaler Minderheiten beigetreten. Zudem ermöglicht das Kulturförderungsgesetz seit 2012 eine Stärkung der Lebensweise der Fahrenden. Doch in der Praxis hapert es: Auch im letzten, 2012 veröffentlichten Bericht zur Umsetzung des europäischen Übereinkommens räumt der Bundesrat ein, dass es nach wie vor an Stand- und Durchgangsplätzen für Fahrende mangle. Die Jenischen machten Ende April mit einer Protest- und Besetzungsaktion in Bern auf das Problem aufmerksam. Das Bundesamt für Kultur empfängt nun noch im Mai eine Delegation der Fahrenden.

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