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Polizei droht mit Abbruch von Fussballspielen

Der Streit zwischen Polizeiverantwortlichen und Fussballklubs spitzt sich wegen der jüngsten Ausschreitungen zu. Keine Stadt geht so hart gegen randalierende Fans vor wie St. Gallen.

Die Polizei will nicht mehr länger nur zusehen: Fans beim verbotenen Abbrennen von Fackeln.
Die Polizei will nicht mehr länger nur zusehen: Fans beim verbotenen Abbrennen von Fackeln.
Keystone

Etwa 1500 Basler Fans randalieren im Zürcher Letzigrund, stürmen Essensstände und schlagen WCs kaputt. GC- und FCZ-Fans wollen aufeinander los, die Polizei geht dazwischen. Vermummte YB-Fans greifen den Extrazug der Thuner Fans an. Die Gewalt rund um Fussballspiele ist wieder allgegenwärtig.

Die Klubs und die Polizei weisen einander die Schuld zu – wie immer. Doch jetzt verschärft die Polizei die Tonlage deutlich. Nun werden die Klubs und die schweizerische Football League so stark unter Druck gesetzt wie noch nie: Entweder sie machten Ernst im Kampf gegen den Hooliganismus, oder der Staat müsse zur Tat schreiten und Fussballspiele verbieten oder die auswärtigen Fans nicht ins Stadion lassen, heisst es vonseiten der Polizeikommandanten. «Wir müssen einsehen: Gut zureden nützt leider nichts. Wenn wir das Problem nicht in den Griff bekommen, gibt es radikale Massnahmen», droht Pius Valier, St. Galler Polizeikommandant und Chef der nationalen Arbeitsgruppe «Sicherheit im Sport». «Wir appellieren weiter an die Vernunft, doch wenn die Klubs kein Einsehen zeigen, müssen wir allenfalls gar die Gästesektoren schliessen.» Ein solcher Schritt ist seit Anfang Jahr in St. Gallen rechtlich möglich.

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