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Polizei findet geheimes Waffenlager in Freiburg

In Montagne de Lussy ist die Polizei über ein Lager mit 300 Waffen gestolpert, darunter Kalaschnikows. Es ist nicht das erste Waffenarsenal, das im Kanton Freiburg entdeckt wurde.

Auf einem Schiessplatz in Freiburg aufgetaucht: Eine AK-47 Kalaschnikow. (Archivbild)
Auf einem Schiessplatz in Freiburg aufgetaucht: Eine AK-47 Kalaschnikow. (Archivbild)
Reuters

Rund 300 Waffen samt Munition sind in einem Gebäude auf dem Schiessplatz von Montagne de Lussy FR gefunden worden. Wem das umfangreiche Waffenarsenal gehörte, ist noch unklar. Die Militärjustiz untersucht den Fall.

Die Polizei beschlagnahmte das Waffenarsenal bereits Ende des vergangenen Jahres, wie erst jetzt bekannt wurde. Tobias Kühne, Sprecher der Militärjustiz, bestätigte der Nachrichtenagentur sda eine Meldung der Westschweizer Zeitung «Le Matin» vom Samstag.

Kontrollen bei mehreren Truppen

Die Waffen waren in einem Gebäude der Armee gelagert gewesen, gehörten aber zum grössten Teil Zivilpersonen, wie Kühne sagte. Nähere Angaben zu den Waffen machte er nicht. Gemäss dem Zeitungsbericht befanden sich unter anderem Kalaschnikows darunter.

Nun wird untersucht, wem die Waffen gehörten. Um die Eigentümer zu finden, arbeitet die Militärjustiz derzeit mit den zuständigen kantonalen Stellen zusammen. Im Zusammenhang mit der gefundenen Munition führt die Militärpolizei Kontrollen bei mehreren Truppen durch, wie Kühne sagte.

Je nach Ergebnis der derzeit laufenden vorläufigen Beweisaufnahme kommt es danach zu einer ordentlichen Untersuchung oder zu einer Disziplinarsanktion – oder der Fall wird zu den Akten gelegt.

Kein Einzelfall

Im Kanton Freiburg ist es nicht der erste Vorfall mit Waffen, der für Schlagzeilen sorgt. Im Dezember 2013 hatten Diebe über 30 Pistolen, Gewehre sowie Munition aus einem Schiessstand in Corminboeuf FR gestohlen.

2006 hatten vier Männer aus einer Truppenunterkunft in Marly FR 80 Waffen gestohlen. Sie erhielten Freiheitsstrafen von 14 bis 45 Monaten. Die Militärjustiz bestrafte zudem fünf Offiziere zu bedingten Geldstrafen, Bussen und Verweisen, weil sie die Truppenunterkunft am fraglichen Tag unbewacht gelassen hatten.

Dass Waffen gestohlen werden oder verloren gehen, ist jedoch kein Einzelfall: Zwischen 1969 und 2009 kamen schweizweit 4674 Waffen abhanden, wie die Armee 2011 bekanntgegeben hatte.

SDA/fko

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