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Polizei nimmt bei Grossrazzia in der Schweiz tamilische Befreiungstiger fest

Tamilen sollen Landsleute gezwungen haben, die Befreiungstiger in der Heimat zu unterstützen. Jetzt hat die Bundespolizei in einer breit angelegten Aktion verschiedene Personen verhaftet.

Mitglieder der Befreiungstiger sollen Landsleute erpresst haben: Demonstration von Sympathisanten 2009 in Genf.
Mitglieder der Befreiungstiger sollen Landsleute erpresst haben: Demonstration von Sympathisanten 2009 in Genf.

Die Bundeskriminalpolizei (BKP) hat am Dienstag eine schweizweite Operation gegen Mitglieder der tamilischen Untergrundorganisation «Liberation Tigers of Tamil Eelam» (LTTE) durchgeführt. Sie verhaftete zehn Personen und durchsuchte in zehn Kantonen insgesamt 23 «Objekte».

Die Aktion erfolgte im Auftrag der Bundesanwaltschaft (BA), wie diese mitteilte. Den verhafteten Mitgliedern der «Befreiungstiger» werden unter anderem Geldwäscherei und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation vorgeworfen.

Opfer «massiv unter Druck gesetzt»

Die Beschuldigten sollen ihre in der Schweiz lebenden Landsleute gezwungen haben, die LTTE finanziell zu unterstützen. Dabei seien sie nicht gerade zimperlich vorgegangen, wie die BA schreibt.

Die Opfer seien «massiv unter Druck gesetzt, bedroht oder erpresst» worden. Die Mitglieder der Untergrundorganisation hätten ihre Landsleute dazu gebracht, mittels gefälschten Lohnausweisen überhöhte Kredite aufzunehmen. Die Gelder mussten sie dann den LTTE abgeben.

Mit dem Geld - insgesamt mehrere Millionen Franken - habe die LTTE in Sri Lanka vor allem Kriegsmaterial gekauft, schreibt die BA. Das Geld sei über Kuriere via Drittstaaten und zu einem kleinen Teil mittels Banküberweisungen nach Sri Lanka gelangt. Notiz an die Redaktion: folgt mehr bis 2000

(SDA)

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