Zum Hauptinhalt springen

Polizisten lehnen es ab, Kiffern nur noch Bussen zu erteilen

Der Nationalrat entschärft das Sanktionsregime für erwachsene Cannabiskonsumenten. Vertreter der Polizei und der Strafverfolger fürchten, ein Mittel im Kampf gegen Dealer zu verlieren.

Christian Brönnimann, Fabian Renz
Wer mit weniger als 10 Gramm Cannabis erwischt wird, soll künftig 200 Franken Busse zahlen müssen: Kiffender Besucher des Gurten-Musikfestivals.
Wer mit weniger als 10 Gramm Cannabis erwischt wird, soll künftig 200 Franken Busse zahlen müssen: Kiffender Besucher des Gurten-Musikfestivals.
Keystone

Der Konsum von kleinen Mengen Cannabis soll neu auf dieselbe Weise geahndet werden wie eine Geschwindigkeitsübertretung im Strassenverkehr: mit einer Ordnungsbusse. Der Nationalrat hiess gestern mit 111 zu 65 Stimmen eine entsprechende Revision des Betäubungsmittelgesetzes gut. Strafverfahren samt polizeilicher Registrierung blieben damit den ertappten Kiffern künftig erspart – allerdings nur, wenn es um Cannabismengen von weniger als 10 Gramm geht. Überdies wird bei Minderjährigen aus Gründen der Prävention weiterhin ein ordentliches Verfahren eingeleitet. Ein Antrag der Linken, diese Altersgrenze bei 16 Jahren anzusetzen, wurde von den Bürgerlichen abgelehnt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen