Pompeo warnt die Schweiz vor Kommunisten aus China

«Sie sollten China mit offenen Augen betrachten», sagt der US-Aussenminister – speziell wenn es um Technologie gehe.

Sorgt sich um westliche Werte und richtet eine Warnung an die Schweiz: US-Aussenminister Mike Pompeo. Bild: Fabrice Coffrini/AFP

Sorgt sich um westliche Werte und richtet eine Warnung an die Schweiz: US-Aussenminister Mike Pompeo. Bild: Fabrice Coffrini/AFP

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Der amerikanische Aussenminister Mike Pompeo hat die Schweiz vor den Risiken bei einer Annäherung mit China gewarnt. In einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Dienstag sagte er, die Schweiz solle Chinas Verhalten mit weit offenen Augen betrachten.

Auf die wirtschaftliche Öffnung Chinas sei kein politischer Wandel gefolgt, betonte Pompeo. «Wenn China Ihnen Informationstechnologie anbietet, sollten Sie sich bewusst sein, das der entsprechende Hersteller von Mitgliedern der Kommunistischen Partei kontrolliert wird», führte der US-Aussenminister gegenüber der «NZZ» weiter aus.

Politische Macht statt finanzieller Gewinn

Es sei wichtig, diese tiefen Beziehungen zu sehen. Es bestünde sonst die Gefahr, dass China eines Tages strukturelle Elemente der Weltwirtschaft besitze, die dann keine westlichen Werte mehr spiegelten, warnte Pompeo.

In der Schweiz vertraue man darauf, Gewinn mit dem Verkauf eines konkurrenzfähigen Produkts zu erzielen. «Den Chinesen dagegen geht es um wirtschaftliche und politische Macht», sagte Pompeo. Mit wirtschaftlicher Macht später politischen Einfluss zu gewinnen, sei aber nicht die Art und Weise, wie der Westen operiere, betonte er.

Falls die Schweiz chinesische Technologie verwende, so der US-Aussenminister in der «NZZ», lieferten die Schweizer ihre Informationen direkt an die Kommunistische Partei Chinas. «Da gibt es keine Privatsphäre», mahnte Pompeo.

(red/sda)

Erstellt: 04.06.2019, 06:47 Uhr

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