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Potentatengelder: Die Schweiz will brillieren

Arme Länder sollen auf Schweizer Banken liegende Potentatengelder schneller zurückerhalten. Der Bundesrat senkt dazu die Hürden für Datenlieferungen.

Von Patrick Feuz Bern
Die Immobilien sind geblieben, das Geld ist weg: Augenschein in einem verlassenen Palast des Ben-Ali-Clans in Tunis. Foto: Dukas
Die Immobilien sind geblieben, das Geld ist weg: Augenschein in einem verlassenen Palast des Ben-Ali-Clans in Tunis. Foto: Dukas

Als in Tunesien und Ägypten im Frühling 2011 die Autokraten von ihren Sesseln purzelten, war die Schweiz die Schnellste: Früher als alle anderen Staaten sperrte sie die Vermögen der gestürzten Herrscher Ben Ali und Mubarak und ihrer Entourage. Auch nach Ghaddafis Fall in Libyen ging sie weltweit voran. Hinter dem Tempo steckte aussenpolitisches Marketing: Der arabische Frühling sollte auf keinen Fall Erinnerungen an die alten Zeiten wecken, als Potentatengelder den Schweizer Finanzplatz regelmässig in Verruf brachten. Das hätte die seit den Neunzigerjahren laufenden Bemühungen der Schweiz, im Umgang mit solchen Geldern eine Musterschülerin zu sein, unterminiert.

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