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Presse: «Das ist eine zünftige Schlappe für die SVP»

Die Familieninitiative scheiterte wegen der Angst um die Finanzen, sind sich die Kommentatoren der Schweizer Presse einig. Aber auch die SVP trage eine Mitschuld.

Soll laut Presse «zu wenig Kraft und Geld investiert» haben: SVP-Plakat zur Familieninitiative. (Archivbild)
Soll laut Presse «zu wenig Kraft und Geld investiert» haben: SVP-Plakat zur Familieninitiative. (Archivbild)
Keystone

Vor allem die finanzpolitischen Argumente haben aus Sicht der Zeitungskommentatoren das Schweizer Stimmvolk bewogen, die Familieninitiative der SVP abzulehnen. Schlechte Noten erteilen viele der SVP: Die Partei habe ihre eigene Initiative zu wenig stark unterstützt.

«Neue Zürcher Zeitung»: «Finanzielle und steuersystematische Argumente gaben den Ausschlag für das Nein vom Sonntag. Die SVP hatte dem nichts entgegenzusetzen. Ihre Kampagne blieb harmlos (..).»

«Zu wenig Kraft und Geld investiert»

«Basler Zeitung»: «Das Nein zur Familien-Initiative ist das Nein einer nüchtern kalkulierenden Mehrheit im Land. Sie hat sich gefragt: Bring mir das Begehren finanziell etwas? Sympathien für oder gegen die sogenannte traditionelle Familie (..) spielten weniger eine Rolle.»

«Berner Zeitung»: «Vor allem aber ist dieses Resultat eine zünftige Schlappe für die SVP.(..). Diesen satten Vorsprung haben die Initianten nicht bloss deshalb eingebüsst, weil sie allein gegen eine (..) Parteienallianz antreten mussten. Mindestens ebenso sehr rührt die Niederlage daher, dass die SVP nur wenig Kraft und Geld in die Kampagne investierte (..).»

«Neue Luzerner Zeitung»: «Das Stimmvolk liess sich von der attraktiven Verpackung der Initiative nicht blenden und hat erkannt, dass sie ein einziges, nämlich das traditionelle Familienmodell bevorzugt hätte. Seinem Gerechtigkeitsempfinden lief dies offenbar zuwider (..).»

«SVP hat einen Fuss in der Tür»

«Tages-Anzeiger»/«Der Bund»: «Hauptgrund für das deutliche Nein (..) war (..) die Angst vor den finanziellen Folgen. Die Behauptung, der neue Steuerabzug lasse sich ohne Sparmassnahmen realisieren, erwies sich bei näherer Betrachtung als unhaltbar.»

«24 Heuers»/«Tribune de Genève»: «Trotz der Niederlage hat die SVP Recht, wenn sie sich über ihren Vorstoss auf das politisch umworbene Gebiet der Familien freut. (..) Zwei Jahre vor den eidgenössischen Wahlen hat die SVP einen guten Schritt gemacht: Sie hat ihren Fuss in einer Tür, die sie bislang nicht öffnen konnte.»

(SDA)

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