Zum Hauptinhalt springen

Pro-Litteris-Chef soll eine halbe Million Franken zurückzahlen

Die Finanzkontrolle rügt die Nachzahlung von 1,75 Millionen Franken in die zweite Säule von Ernst Hefti.

Von Christian Brönnimann, Bern

In ein paar Monaten wird der langjährige Geschäftsführer der Verwertungs­gesellschaft Pro Litteris, Ernst Hefti, pensioniert. Sein Arbeitgeber, der die Einnahmen aus Urheberrechtsgebühren an Autoren, Journalisten und bildende Künstler verteilt, meinte es gut mit ihm. Neben dem Jahressalär von über 300 000 Franken zahlte Pro Litteris zwischen 2007 und 2012 insgesamt 1,75 Millionen Franken zusätzlich in die zweite Säule von Hefti ein.

Begründet wurde der ungewöhnliche Schritt damit, dass in den Jahrzehnten zuvor wegen eines Missverständnisses zu wenig Geld in die Altersvorsorge von Hefti geflossen sei. Pro Litteris habe vor über 30 Jahren einen Vertrag mit einer Pensionskasse abgeschlossen, der den Angestellten eine Pension zwischen 50 und 60 Prozent des letzten Jahreslohns garantiere, rechtfertigte Hefti die Millionennachzahlung vor zwei Jahren gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Damals sei man davon ausgegangen, der Vertrag gelte auch für Kaderangestellte mit höheren Salären, was ein Irrtum gewesen sei. Ohne die Sondereinlage hätte Hefti aus der zweiten Säule lediglich 28 Prozent des letzten Jahreslohns an Rente erhalten, also rund 90 000 Franken.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen