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Publizistische Leitlinien des Tages-Anzeigers

Liebe Leserin, lieber Leser: Hier finden Sie Informationen zu journalistischen Formen, zum Code of Conduct für die Werbung und eine Tabelle mit zehn eisernen Regeln, die für die tägliche Redaktionsarbeit gelten.

Transparenz für die Leser: Tamedia-Gebäude in Zürich.
Transparenz für die Leser: Tamedia-Gebäude in Zürich.

1. Journalistische Formen

Wichtig ist uns die für den Leser jederzeit erkennbare unterschiedliche Form von Nachrichtentexten und wertenden Beiträgen. Der Tages-Anzeiger unterscheidet deshalb in seinen Beiträgen in den Ressorts Politik, Wirtschaft, Region und Wissen konsequent vier Grundformen, die unterschiedlich aufgemacht sind und anderen Regeln unterstehen.

Beiträge ohne Wertung des Autors sind Nachrichtentexte, die sich auf Fakten oder unbestrittene logische Zusammenhänge konzentrieren, und die Positionen verschiedener Protagonisten mit ihren besten Argumenten wiedergeben. Sie sind ausgewogen, erhöhen den Wissensstand des Lesers und ermöglichen ihm einen Themenüberblick. Diese Beiträge sind sachlich gehalten und zeichnen sich aus durch (neue) Fakten und (noch unpublizierte) Positionen. Sie sind als Aufmacher, Abmacher, Kurzmeldung oder Interview schwarz getitelt und im Blocksatz gesetzt.

Bei den wertenden Beiträgen stehen Autor und Meinung im Vordergrund. Diese Beiträge enthalten Meinungen, kommentierende Analysen mit eigenen logischen Folgerungen, subjektive Überzeugungen. Sie haben nicht den Anspruch ausgewogen zu sein, sondern sollen eine pointierte Position des Autors wiedergeben. Der Leser muss damit nicht einverstanden sein, er soll im Gegenteil zu Widerspruch und Auseinandersetzung angeregt werden. Sie sollen logisch, nachvollziehbar und stringent in der Argumentation sein. Gegenstandpunkte müssen nicht eingebracht werden, es gilt aber das Gebot der Fairness. Diese Beiträge sind grau getitelt und im Flattersatz (rechts auslaufend) gesetzt.

Bei den Autorentexten mit wertenden Elementen steht das Thema – eine Sache, ein Ereignis, eine Person, ein Zusammenhang - im Vordergrund. Diese Beiträge sind «kleine» Originale, professionell zusammengebaut aus Fakten, Positionen, Zusammenhängen, aber auch Einschätzungen des Autors. Der Autor führt den Leser durch den Text, der Text hat eine formale Stärke und eigene Handschrift. Diese Beiträge sind grau getitelt und im Blocksatz gesetzt.

Schliesslich hat der Tages-Anzeiger wiederkehrende Rubriken, die mit dazu verhelfen, den Ausgaben täglich oder an einzelnen Wochentagen ein Gesicht zu geben. Es sind leichtere Stoffe aus der nur mittelbaren oder latenten Aktualität, meist an einem fixen Ort («Die kleine Geschichte», «Das Montagsporträt», «B-Side», «Die Frage», «Aussenbahn», «Kreuz&verquer», «Die Glosse»).

2. Code of Conduct – Werbung in Medien

Grundsatz Alle Akteure – Redaktionen, Verleger und Werber – betonen in ihren Verhaltens- oder Standesregeln uneingeschränkt das Prinzip der vollen Transparenz gegenüber dem Publikum. Für den Medienkonsumenten muss demnach immer klar erkennbar sein, welche Inhalte redaktionell verantwortet und welche kommerziell beeinflusst, also von Dritten bezahlt sind. Werden die Formen in der Absicht vermischt, die Medienkonsumenten zu täuschen, leidet die Glaubwürdigkeit sowohl der Redaktion, der Verleger als auch der Anzeigekunden der Gattung Zeitungen und Zeitschriften.

Empfehlungen Im Umgang mit bezahlter Werbefläche in den Print- und Online-Medien gilt das Prinzip der Transparenz gegenüber dem Publikum. Für den Medienkonsumenten muss immer klar erkennbar sein, ob die Inhalte redaktionellen Ursprungs oder kommerziell als Werbefläche platziert und von den Dritten bezahlt sind: Werbemittel müssen klar und erkennbar gekennzeichnet werden. Jede Form von Sponsoring muss deklariert werden.

3. Die eisernen Regeln

Faktenkontrolle, Zitate, Kommentare: Tabelle mit zehn verbindliche Punkten, die in der täglichen Redaktionsarbeit einzuhalten sind.

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