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Radio Beromünster ist tot - es lebe die Mittelwelle

Die SRG schaltet Ende Jahr Radio Beromünster ab. Die Verbreitung über die Mittelwelle gilt als veraltet und teuer. Trotzdem buhlen mehrere Stationen um die freie Frequenz.

Vergangenes Wochenende verabschiedete sich die SRG mit einem grossen Nostalgiefest von Radio Beromünster. Mit der Abschaltung des Landessenders Ende Jahr neigt sich die Epoche der Mittelwellensender seinem Ende zu - könnte man zumindest meinen. In Tat und Wahrheit arbeitet der Bund nämlich bereits an der Wiederbelebung der vermeintlich längst überholten Technologie.

So lässt das Bakom derzeit prüfen, ob ein Bedürfnis nach der Mittelwelle als Verbreitungsmedium gibt. Man reibt sich die Augen: Wurde Radio Beromünster nicht stillgelegt, weil die Mittelwelle als Verbreitungskanal zu teuer und nicht mehr zeitgemäss ist? Werden die Mittelwellensender der SRG nicht auch eingestellt, um der Digitalisierung des Mediums Vorschub zu leisten? Das Bundesamt für Kommunikation begründet sein Handeln mit der grossen Nachfrage: «Bei uns sind mehrere konkrete Anfragen für die Frequenzen eingegangen», sagt Bakom-Sprecher Bernhard Bürki auf Anfrage von Redaktion Tamedia, «wir rechnen mit einem Interesse von privaten Radio-Anbietern aus dem Inland».

Unter den Interessen ist ein neuer englischsprachiger Sender namens ERadio, wie Recherchen von Redaktion Tamediaergeben haben. «Wir bewerben uns um eine Mittelwellen-Konzession und werden auf Sendung gehen, sobald wir vom Bakom grünes Licht erhalten haben», erklärt Tony Johnston, der den Sender ins Leben rufen will. Er hofft, mit ERadio in der Deutschweiz auf Sendung zu gehen – am besten in Partnerschaft mit einem grossen Schweizer Medienhaus.

Im besten Fall könnte sein Sender bereits Anfang 2009 über den Äther gehen, hofft der Radiomann. Das Bakom schliesst eine Bedürfnisabklärung Ende Oktober ab. Finden sich weniger Interessenten als Frequenzen zur Verfügung stehen, wird ERadio die Frequenz direkt vergeben.

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