Blocher geht, Martullo kommt

Die SVP stellt ihre Parteileitung neu auf. Christoph Blocher und Walter Frey geben ihre Posten ab.

Auf Blocher folgt seine Tochter: Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher wurde als neue SVP-Vizepräsidentin vorgeschlagen. (Video: SDA/Tamedia)

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Die SVP baut ihre Parteispitze um. Präsident Albert Rösti (NR, BE) soll zwar im Amt bleiben. Chefstratege Christoph Blocher verlässt jedoch den Parteileitungsausschuss, das mächtigste Gremium der Partei. Seine Tochter Magdalena Martullo-Blocher (NR, GR) soll Vizepräsidentin der Partei werden und in dieser Funktion Oskar Freysinger ersetzen, der als Walliser Staatsrat abgewählt worden war.

Auch der Zürcher Autoimporteur Walter Frey verlässt den Parteileitungsausschuss. Die Partei brauche sie beide nicht mehr, so Blocher. Sie stünden der Partei jedoch weiterhin beratend zur Seite. Blocher selber will sich künftig auf seinen Kampf gegen die Verflechtung der Schweiz mit der EU konzentrieren, mit seinem Komitee EU No.

«Keine Flügelkämpfe mehr»

Neu sei die ganze Breite der Partei im Parteileitungsausschuss vertreten. «Das Übergewicht der Zürcher ist nicht mehr da – nicht mehr nötig, denn wir haben keine Flügelkämpfe mehr», erklärte Blocher vor Medienvertretern im Bundeshaus.

Im Parteileitungsausschuss verbleiben sollen neben Rösti Vizepräsidentin Céline Amaudruz (NR, GE) und Nationalrat Thomas Matter (ZH). Thomas Aeschi (NR, ZG), der als Fraktionspräsident sowieso dem Parteileitungsausschuss angehört, soll sein Vizepräsidentenamt an den Tessiner Nationalrat Marco Chiesa abgeben. Neu sollen zudem der frühere Fraktionschef Adrian Amstutz, Nationalrat Marcel Dettling (SZ) und Nationalrätin Sandra Sollberger (BL) dem Gremium angehören. Neu gewählt wird dieses von der Delegiertenversammlung der Partei am 24. März in Klosters.

Blochers Posten als Chefstratege will die Partei nicht neu besetzen, die neuen Mitglieder des Parteileitungsausschusses, die nicht dem Präsidium angehören, sollen keine besonderen Funktionen mehr übernehmen. Die SVP-Spitze bestimmte aber Amstutz zum Wahlkampfleiter und Peter Keller (NR, NW) zum Programmchef für das Parteiprogramm 2019–2023 und damit zum Nachfolger des abgewählten Zürcher Nationalrats Christoph Mörgeli in dieser Funktion. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 06.03.2018, 14:26 Uhr

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