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Regionalzeitungen legen zu

Lange Jahre kannten die Leserzahlen bei Zeitungen nur die Richtung nach unten. Regionale Blätter brechen diesen Trend nun klar. Die grossen Tageszeitungen bleiben jedoch unter Druck.

Kämpfen um jeden Leser: Schweizer Zeitungen. (Archivbild)
Kämpfen um jeden Leser: Schweizer Zeitungen. (Archivbild)
Keystone

Schweizer Regionalzeitungen sind im Aufwind. Nach Jahren mit eher sinkenden Leserzahlen werden die regionalen Blätter wieder vermehrt gelesen. Unter Druck bleiben die auflagenstarken Tageszeitungen.

Die meist gelesene Zeitung der Schweiz bleibt die Pendlerzeitung «20 Minuten», wie einer Umfrage der WEMF AG für Werbemedienforschung im Zeitraum Oktober 2013 bis September 2014 zu entnehmen ist. Allerdings verliert «20 Minuten» an Leserschaft.

Einen Rückgang muss auch der «Blick am Abend» hinnehmen, die zweite grosse Pendlerzeitung der Schweiz. Nicht besser ergeht es den auflagenstarken Blättern «Tages-Anzeiger» und «Blick». Die «Neue Zürcher Zeitung» kann dagegen ihre Leserschaft ausbauen.

Gefragte Regionalpresse

Im Trend liegen die meisten Regionalzeitungen. So stossen die «Aargauer Zeitung», die «Neue Luzerner Zeitung», der Winterthurer «Landbote» und die «Berner Zeitung/Bund» auf wachsendes Leserinteresse, während das «St. Galler Tagblatt» seine Reichweite knapp halten konnte.

Positiv abgeschnitten haben kleinere Regionalzeitungen wie die «Freiburger Nachrichten», die «Schaffhauser Nachrichten», der «Bote der Urschweiz» und die Zürcher Regionalzeitungen. Keine Aussage lässt sich für die «Basler Zeitung» und die «Südostschweiz» machen, da die Zahlen nicht mit der Frühjahrsumfrage 2014 vergleichbar sind.

Ein durchzogenes Bild zeigt die Entwicklung der Leserschaft bei den Sonntagsblättern. Der «SonntagsBlick» musste zwar Einbussen hinnehmen, bleibt aber klar die meist gelesene Zeitung am Wochenende. Zulegen konnten dagegen die «NZZ am Sonntag», die «SonntagsZeitung» und die «Schweiz am Sonntag».

Finanztitel beliebter

Nach herben Verlusten in der Frühjahrsumfrage 2014 konnten sich die Wirtschaftspublikationen wieder erholen. Die «Bilanz», die «Handelszeitung» sowie die «Finanz und Wirtschaft» stiessen auf ein deutlich grösseres Leserinteresse. Während das «Migros-Magazin» die Reichweite erhöhte, büsste die «Coopzeitung» Terrain ein.

Weiter im Aufwind befindet sich die «Landliebe», auch wenn sich das Wachstum nach starken Zuwächsen in der Vergangenheit abgeflacht hat. Auf höheres Leserinteresse stiessen ferner das «Magazin» und das «NZZ Folio». Dagegen mussten Spezialmagazine wie der «PCtipp» oder auch die «Saisonküche» spürbar Federn lassen.

In der Westschweiz schnitten die auflagestarken Titel etwas besser ab als in der deutschen Schweiz. Das französischsprachige Pendlerblatt «20 minutes» konnte seine Leserzahl knapp halten. «Le Matin» und «Le Matin dimanche» legten zu, während «24heures» die Zahl der Leserinnen und Leser halten konnte.

SDA/chk

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