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Reiche drohen mit dem Wegzug

Die Umfragen, welche eine Ja-Mehrheit zur Steuerinitiative voraussagen, haben steuergünstige Kantone alarmiert. Sie befürchten den Wegzug vermögender Privatpersonen und Firmen.

Steuergünstige Kantone setzen auf Vermögende: Villa in Wollerau im Kanton Schwyz.
Steuergünstige Kantone setzen auf Vermögende: Villa in Wollerau im Kanton Schwyz.
Keystone

Die Steuerinitiative der SP hat gute Chancen, angenommen zu werden. Laut einer Umfrage des Forschungsinstituts GfS in Bern sechs Wochen vor der Abstimmung würden 58 Prozent ein Ja in die Urne legen. Nur 23 Prozent würden mit Nein abstimmen. Fast jede fünfte befragte Person (19 Prozent) ist noch unschlüssig. Die klare Ja-Mehrheit für die Initiative habe die Regierungsräte von steuergünstigen Kantonen in der Zentralschweiz nun in Alarmstimmung versetzt, schreibt die «SonntagsZeitung».

Der Schwyzer Volkswirtschaftsdirektor Kurt Zibung warnt in dem Blatt davor, den negativen Effekt der SP-Initiative für den Wirtschaftsstandort zu unterschätzen: «Ich erhielt schon mehrere Hinweise von vermögenden Steuerzahlern, dass die Initiative sie massiv trifft.» Einige liessen laut Zibung von ihren Treuhändern bereits konkrete Berechnungen machen. «Diese Leute sagen, sie müssten bei einer Annahme der Initiative eine andere Möglichkeit zur Steueroptimierung suchen und ihr Domizil ins Ausland verlegen», so Zibung. Darunter gebe es solche, die auch ihre Firma ins Ausland verlegen würden.

Wegzug reicher Privatpersonen und Firmen befürchtet

Nebst den Regierungsräten von Zug und Uri befürchten auch Niklaus Bleiker, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Obwalden einen Wegzug von reichen Privatpersonen und Firmen: «Eine Annahme hätte für uns katastrophale Folgen». Diese Befürchtung teilt Maritin Naville, CEO der Swiss-American Chamber of Com­merce. «Ohne tiefe Steuern – auch für die Chefs – rechnet sich der Standort Schweiz für viele Firmen nicht.»

Gerold Bührer, Präsident des Wirtschaftsverbandes Economiesuisse, der die Kampagne gegen die Vorlage anführt, befürchtet trotz der guten Umfragewerte der Initiative kein Debakel: «Wir sind zuversichtlich, dass die SP-Initiative abgelehnt wird», sagt Bührer.

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