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Risikobereitschaft der Jungen bereitet Walliser Rettern Sorgen

Nach der Häufung von Lawinenunglücken in der Altjahrswoche 2013 haben sich die Walliser Behörden zum Thema geäussert. Sie nennen mehrere Gründe, weshalb sich das Lawinen-Problem verschärft hat.

Die Öffentlichkeit muss stärker für die Gefahr sensibilisiert werden: Ein Bergretter sucht in Les Croset einen Lawinenkegel ab.
Die Öffentlichkeit muss stärker für die Gefahr sensibilisiert werden: Ein Bergretter sucht in Les Croset einen Lawinenkegel ab.
Keystone

Die herrschende Lawinengefahr in den Bergen bereitet den Walliser Verantwortlichen für Bergrettung Sorgen. Nach der Serie von Lawinenunglücken in der Altjahreswoche 2013 hielten die Walliser Behörden in Sitten eine Pressekonferenz zum Thema ab. Ein Problem sehen sie in der Schwierigkeit, die Öffentlichkeit und vor allem die Feriengäste zu informieren und für die Gefahr zu sensibilisieren.

Ein weiteres Problem: Alle bisherigen Warnungen und Signalisationen, die gesicherten Skipisten nicht zu verlassen, werden von immer mehr Skifahrern ignoriert. Gründe dafür sind laut «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von SRF bessere Ausrüstung, eine viel höhere Risikobereitschaft vorab von jungen Leuten

Gefahrenstuffe drei

In den Walliser Alpen ist die Lawinengefahr derzeit fast überall erheblich. Das entspricht der dritten von fünf Gefahrenstufen. Erhebliche Lawinengefahr herrscht nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) auch in weiten Teilen von Graubünden und im Gotthardgebiet.

An dieser Situation werde sich in den nächsten Tagen nichts ändern, sagte der Meteorologe und Risikospezialist Robert Bolognesi in Sitten VS vor den Medien. Befürchtungen weckt die Lawinengefahr vor allem, weil immer mehr Skifahrerinnen und Skifahrer abseits der markierten Pisten unterwegs sind.

Hohes Risiko in den nächsten Tagen

Am Donnerstag seien auf die ohnehin nicht stabile Schneedecke weitere 20 bis 25 Zentimeter sehr kalter Neuschnee gefallen, sagte Eric Balet, Direktor der Bergbahnen von Verbier. Besonders am Freitag, aber auch am Wochenende werde das Risiko deshalb noch beträchtlich höher sein, dass Skifahrer Lawinen auslösen könnten.

Zwischen dem 26. Dezember und dem 30. Dezember waren in den Schweizer Alpen sieben Menschen in Lawinen ums Leben gekommen. Drei dieser Unglücke ereigneten sich im Wallis, zwei im Kanton Graubünden und je eines bei Realp UR im Gotthardgebiet und in den Waadtländer Alpen oberhalb von Bex.

SDA/kpn

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