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Roma-Cover: Strafverfahren gegen «Weltwoche»

Der Roma-Junge mit der Spielzeugpistole wird zum Fall für die Justiz: Wegen des polarisierenden Titelbildes hat die Zürcher Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen die Köppel-Zeitung eingeleitet.

Liebt die Provokation: «Weltwoche»-Chefredaktor und Verleger Roger Köppel.
Liebt die Provokation: «Weltwoche»-Chefredaktor und Verleger Roger Köppel.
Keystone

Das Titelbild des Roma-Jungen mit gezückter Pistole hat für die Weltwoche ein juristisches Nachspiel: Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, hat die Zürcher Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen das Blatt eröffnet. Das bestätigt Sprecherin Corinne Bouvard: «Wir ermitteln wegen Verstosses gegen die Rassismusstrafnorm.»

Damit reagiert die Zürcher Justiz auf mehrere Anzeigen, die kurz nach der Veröffentlichung der umstrittenen Weltwoche-Ausgabe Anfang April bei den Polizeien in Zürich und Basel-Land eingegangen waren.

Philip Gut, stellvertretender Chefredaktor bei der Weltwoche, zeigt sich überrascht vom Strafverfahren. «Wir haben letzte Woche davon erfahren», sagt er. Der Vorwurf des Rassismus gegen die Titelgeschichte der Weltwoche sei in aller Entschiedenheit zurückzuweisen. «Das Cover-Bild symbolisiert präzis den Kern des Missstands, nämlich dass Roma-Banden bereits Kinder und Jugendliche zu kriminellen Zwecken missbrauchen.»

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