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Rorschach will die Sozialhilfebezügerin nicht

Die Stadt St. Gallen wirft Rorschach vor, sie habe eine unterstützungsbedürftige Frau abgeschoben. Der Rorschacher Stadtpräsident schaltete sich höchstpersönlich in das Verfahren ein.

Rorschach präsentiert sich wie ein Nobelkurort, hat aber auch viele billige Wohnungen, die Sozialhilfebezüger anziehen. Foto: Keystone
Rorschach präsentiert sich wie ein Nobelkurort, hat aber auch viele billige Wohnungen, die Sozialhilfebezüger anziehen. Foto: Keystone

Nun ist sie wieder zurück in St. Gallen. Die Frau, Sozialhilfebezügerin und Mutter dreier Kinder, hat die Stadt vor zwei Jahren verlassen, um in Rorschach ein neues Leben zu beginnen. Nur: Die Gemeinde wollte sie nicht anmelden, und unangemeldet bekam sie keine Sozialhilfe. Als sie das erste Mal beim Einwohneramt vorstellig wurde, sagte man ihr wider besseres Wissen, dass sie einen Mietvertrag benötige, wenn sie sich anmelden wolle. Sie wohnte damals aber bei einem Kollegen. Das zweite Mal, als sie einen Vertrag hatte, hiess es, man könne ihn nicht annehmen. Die Frau schlug sich darauf Monate ohne Unterstützung durch, wohnte bei Kollegen, borgte sich Geld und liess ihre Einkäufe in Läden anschreiben. Schliesslich kehrte sie nach St. Gallen zurück.

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