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Ruag-Chef verteidigt seinen Spitzenlohn

Der Chef des bundeseigenen Technologiekonzerns, Urs Breitmeier, rechtfertigt sein Jahressalär – und warnt vor den Folgen von Lohndeckeln für Topkader.

Verdient über eine Million Franken pro Jahr: Ruag-CEO Urs Breitmeier anlässlich einer Medienkonferenz vom 17. März 2016 in Emmen.
Verdient über eine Million Franken pro Jahr: Ruag-CEO Urs Breitmeier anlässlich einer Medienkonferenz vom 17. März 2016 in Emmen.
Urs Flüeler, Keystone

2015 erwirtschaftete die Ruag einen deutlich höheren Gewinn als im Vorjahr. Während alle fünf Divisionen profitabel waren, sank der Umsatz leicht um 2,1 Prozent auf 1,744 Milliarden Franken. In einem Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» verteidigt Urs Breitmeier, der Chef des bundeseigenen Technologiekonzerns, sein Jahressalär von 1,01 Millionen Franken.

«Ich habe einen hohen Lohn, darüber müssen wir nicht streiten», sagt Breitmeier. Auch für gute Mitarbeiter müsse er hohe Entgelte zahlen. Zudem brauche der Konzern mehr Freiheit vom Bund, sagte er in Richtung Bundesrat. Am Freitag hatte die Regierung entschieden, bis Ende Jahr zu diskutieren, ob sie bei den Cheflöhnen der bundeseigenen Unternehmen stärker eingreifen will.

Breitmeier warnt im Interview vor den Folgen von Lohndeckeln für die obersten Chefs: «Wenn man meinen Lohn auf die Hälfte kürzt, müssten die Löhne aller Angestellten darunter ebenfalls sinken. Es rächt sich, wenn man dieses heikle Gefüge auseinanderbricht.» Die Ruag sei auf Manager aus internationalen Konzernen angewiesen und müsse darum Marktlöhne zahlen.

Mehr Freiheit für die Ruag

Breitmeier fordert mehr unternehmerische Freiheit für das Unternehmen mit weltweit über 8000 Mitarbeitern: «Für uns wird es schwierig, den Kernauftrag zu erfüllen, wenn wir nicht exportieren können», erwähnt Breitmeier mit Blick auf Exportbeschränkungen für Kriegsmaterial.

Punkto Sicherheitsvorkehrungen will die Ruag einen zweistelligen Millionenbetrag investieren, nachdem im Frühling ein Hackerangriff auf das Rüstungsunternehmen des Bundes bekannt geworden war.

Ein solcher Fall sei «auch eine Chance», sagt Breitmeier. Der Hackerangriff habe die Ruag als Anbieterin von Sicherheitstechnologie bekannt gemacht und ihr auch Kundenanfragen gebracht.

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