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Ruanda vor der Schweiz – bei der Gleichstellung

Gleich zwei Ränge musste die Schweiz in der neuen Gleichstellungs-Rangliste des WEF einbüssen.

Nordische Spitzenreiter und einige Überraschungen in der Top-10: Beispiele aus dem Global Gender Gap Report 2014. (Video: YouTube/World Economic Forum)

Die Schweiz hat auf der weltweiten Gleichstellungs-Rangliste zwei Plätze eingebüsst und ist nicht mehr unter den Top 10. An der Spitze liegen Island, Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark. Schlusslicht ist wiederum der Jemen, wie aus dem Global Gender Gap Report 2014 des World Economic Forum (WEF) hervorgeht.

Die Schweiz liegt im aktuellen Bericht auf Platz 11. Sie fällt im Vergleich mit anderen Ländern zurück, weil diese rascher voranschreiten. Ausserdem wurden neue Länder in die Bewertung einbezogen.

Im ersten Global Gender Gap Report im Jahr 2006 belegte die Schweiz Platz 26. Damit gehört sie zu den Ländern im Index, die sich seitdem am meisten verbessert haben, wie das WEF mitteilte.

Am Arbeitsplatz nur geringfügige Verbesserung

Vor der Schweiz konnten sich im laufenden Jahr ausser den nordischen Staaten auch Nicaragua, Ruanda, Irland, die Philippinen und Belgien positionieren.

Der Global Gender Gap Index listet 142 Länder hinsichtlich der Geschlechterkluft im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie nach ökonomischen und politischen Kennzahlen auf.

Bei der Gleichstellung von Frauen am Arbeitsplatz gab es in den vergangenen neun Jahren nur eine geringfügige Verbesserung . So lag das geschlechterspezifische Gefälle hinsichtlich wirtschaftlicher Beteiligung und Chancengleichheit im ersten Global Gender Gap Report 2006 bei 56 Prozent weltweit. Aktuell sind es 60 Prozent.

«Gleichstellung ist wirtschaftlich notwendig»

Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, wird es noch 81 Jahre dauern bis zu Geschlechtergleichstellung am Arbeitsplatz, wie es in einer Mitteilung des WEF heisst. Am kleinsten ist die Geschlechterkluft bei Gesundheit und Lebenserwartung. Hier wurde sie zu 96 Prozent geschlossen, in 35 Ländern vollständig.

«Die Gleichstellung der Geschlechter ist offensichtlich aus wirtschaftlichen Gründen notwendig. Nur Volkswirtschaften, die vollen Zugang zu ihren Talenten haben, bleiben wettbewerbsfähig und werden wachsen», wird WEF-Gründer Klaus Schwab in der Mitteilung zitiert. Noch wichtiger sei jedoch, dass es bei der Geschlechtergleichstellung um Gerechtigkeit gehe.

(SDA)

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