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Rüstungschef musste bei der Bundesanwaltschaft antraben

Der abtretende Armasuisse-Direktor Ulrich Appenzeller ist im Zusammenhang mit der Affäre um den Armeeflugplatz Dübendorf befragt worden.

Gibt viel zu reden: Ulrich Appenzeller. (Archivbild)
Gibt viel zu reden: Ulrich Appenzeller. (Archivbild)
Keystone

Anderthalb Jahreslöhne als Abschiedsver­süssung und ein verdächtiger Zeitpunkt obendrein: Der unvermittelte Rücktritt von Ulrich Appenzeller als Chef der Rüstungsbehörde Armasuisse gibt im Nachgang der Gripen-Abstimmung viel zu reden. Über neue «Ungereimtheiten» berichtete gestern die «NZZ am Sonntag». Appenzellers Vorgesetzter Ueli Maurer soll im Bundesrat letzte Woche einen «aussergewöhnlichen Antrag» zugunsten seines Noch-Untergebenen gestellt haben. Wie das Blatt vermeldet, wollte Maurer dem Rüstungschef eine Art «magistrale Rechtsschutzversicherung» verschaffen: Falls Appenzeller wegen seines Armasuisse-Jobs juristischen Ärger bekäme, solle der Bund Prozess- und Anwaltskosten sowie allfällige Bussen übernehmen. Es stelle sich die Frage, so die Zeitung, ob gegen Appenzeller ein Verfahren laufe oder bevorstehe – und ob der Abgang des Rüstungschefs damit zusammenhänge. Unklar sei, ob das Bundesratskollegium Maurers Antrag stattgegeben habe.

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