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SBB kündigen weitere Tariferhöhungen an

Die SBB-Tickets dürften sich künftig weiter verteuern: «Die Schmerzgrenze ist noch nicht erreicht», meint SBB-Chef Andreas Meyer. Im defizitären Cargo-Bereich soll es zudem zum Stellenabbau kommen.

Müssen künftig noch tiefer in die Tasche greifen: SBB-Pendler in Effretikon (Archivbild).
Müssen künftig noch tiefer in die Tasche greifen: SBB-Pendler in Effretikon (Archivbild).
Keystone

Trotz neuem Rekord bei den Passagierzahlen: Per 9. Dezember erhöhen die SBB die Preise auf fast allen Tickets und Abos (Redaktion Tamedia berichtete). Diese Verteuerung dürfte allerdings nicht die letzte gewesen sein.

SBB-Chef Andreas Meyer kündigt in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» an, dass die Billettpreise in den kommenden Jahren weiter ansteigen werden: Tariferhöhungen seien zwar unangenehm, aber unausweichlich, weil das Angebot ausgebaut werden müsse. «Die Bahntarife haben die Schmerzgrenze noch nicht erreicht», so Meyer.

Der SBB-Chef rechtfertigt weitere Preiserhöhungen folgendermassen: «Passagierzahlen und Marktanteile steigen stetig, die Preise werden von den Kunden also als angemessen empfunden.» Brisant: Parallel zu den Preiserhöhungen stellt Meyer in Aussicht, dass Kunden im Regionalverkehr künftig noch mehr stehen müssten: «Im S-Bahn-Verkehr ist es wegen der wachsenden Passagierzahlen nicht zu vermeiden, dass zwischendurch alle Sitzplätze belegt sind. Bis zu einer Reisezeit von rund 20 Minuten halten wir Stehen für die Kunden für zumutbar.»

SBB Cargo streicht 200 bis 300 Stellen

Im Gespräch mit der «SonntagsZeitung» kündigt der SBB-Chef zudem ein weiteres Sparprogramm bei SBB Cargo an: «Ein Stellenabbau wird nicht zu vermeiden sein.» Gemäss Recherchen der «SonntagsZeitung» sollen bei SBB Cargo 200 bis 300 Stellen abgebaut werden.

Sprecher Daniel Bach bestätigt, dass die Neuausrichtung des Wagenladungsverkehrs zu einem Abbau von maximal 200 Stellen im operativen Bereich führen werde. «Rund ein Viertel davon werden Lokführer sein. Ein weiteres Viertel der Stellen wird über natürliche Fluktuationen abgebaut.» Es werde keine Entlassungen geben, versichert Bach.

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