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SBB prüfen Notlösung wegen Pannen-Software

Die seit einigen Wochen verwendete Software für die Dienstplanung der Lokführer erfüllt die Anforderungen nicht.

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Software verursacht Probleme ein Einteilung von Personal: Fahrt eines Schnellzuges auf der SBB-Bahnstrecke zwischen Bern und Olten. (Archiv)
Software verursacht Probleme ein Einteilung von Personal: Fahrt eines Schnellzuges auf der SBB-Bahnstrecke zwischen Bern und Olten. (Archiv)
Christian Merz, Keystone

Der SBB bereitet die Software Sopre (Simulation Optimierung Planung Ressourcen), ein Personaleinteilungsprogramm, weiterhin Probleme. Bereits im November titelte die NZZ «Chaostage bei den SBB» und stellte fest, dass der Bahnbetrieb nicht mehr wie am Schnürchen läuft. Teilschuld am Chaos hat Sopre: Lokführer wurden falsch oder gar nicht eingeteilt, Züge fielen aus, und in Beinwil am See hielt ein Lokführer an und teilte seinen Passagieren mit, dass er nun eine Pause brauche – weil er sonst die Arbeitszeitvorschriften verletze.

Nun erwägt die SBB, das in die Jahre gekommene alte System Piper zu reaktivieren, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Bis zum 8. Januar gewährt die SBB dem neuen System eine Gnadenfrist. Dann soll eine Arbeitsgruppe die Situation beurteilen. Sollten die Probleme bis dahin nicht behoben sein, könnte der Rückgriff auf das ausgemusterte System nötig werden.

Rund 19 Millionen Franken liess sich die Bahn den vor sechs Jahren ausgeschriebenen Informatik-Auftrag kosten. Die Entwicklung der Software hat inzwischen weitere Kosten – die Rede ist von einem zweistelligen Millionenbetrag – verursacht. Angestellte der zuständigen Softwarefirma arbeiteten laut Aussagen von SBB-Mitarbeitern rund um die Uhr, um den Rückgriff zu verhindern.

Geplant sei dieser Schritt zwar nicht, es gelte aber, alle möglichen Optionen zu prüfen, sagt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi und räumt ein, dass diese Einführung kein Glanzstück gewesen sei. Angestellte sprechen gar von einer «desaströsen» Situation.

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