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SBB zeigen sich bei Irrfahrten gnädig

Ab Dezember sollen Reisende auch in Fernverkehrszügen keine Billetts mehr lösen können. Wer dann ohne Ticket fährt, gilt als Schwarzfahrer. Kulant sind die SBB bei Irrfahrten und vergessenen Abos.

Strecken- oder Klassenwechsel bleiben weiterhin möglich: Reisende im Bahnhof Lausanne. (Archivbild)
Strecken- oder Klassenwechsel bleiben weiterhin möglich: Reisende im Bahnhof Lausanne. (Archivbild)
Keystone

Was im Regionalverkehr längst Pflicht ist, gilt ab Dezember im ganzen Bahnverkehr: Passagiere können auch in Fernverkehrszügen kein Billett mehr lösen. Wer ohne Ticket reist, gilt als Schwarzfahrer und bezahlt einen Zuschlag von mindestens 90 Franken.

Strecken- oder Klassenwechsel sind aber weiterhin auch nach Antritt der Reise möglich. Wer sein GA oder Halbtax vergisst, bezahlt 5 Franken Zuschlag und kann das Abo später am Schalter vorweisen, wie der Verband für öffentlichen Verkehr (VöV) mitteilte.

Nicht möglich ist dies bei übertragbaren Abonnementen, Junior- oder Enkel-Karten und dem «Gleis 7». Für Irrfahrten wird ein Zuschlag von 10 Franken fällig. Kein Strafzuschlag wird künftig berechnet, wenn ein Passagier mit Zweitklassbillett in der Ersten Klasse sitzt. In solchen Fällen wird der Kontrolleur lediglich den regulären Tarif für den Klassenwechsel geltend machen.

SBB entgehen «zweistellige Millionenbeträge»

Im Regionalverkehr gilt längst eine Billettpflicht. In den übrigen Zügen wird sie auf Betreiben der SBB eingeführt, die fast den gesamten Fernverkehr in der Schweiz abwickelt. Das Bahnunternehmen hatte geltend gemacht, dass ihr Zugpersonal wegen des wachsenden Passagieraufkommens nicht mehr alle Tickets kontrollieren könne.

Zwar lösen heute nur zwei von 1000 Passagieren der SBB ihr Billett im Zug. Wegen der fehlenden Kontrollen kann diesen aber oft kein Ticket ausgestellt werden. Der SBB entgehen dadurch nach eigenen Angaben zweistellige Millionenbeträge. Personal soll mit der Billettpflicht nicht eingespart werden.

SDA/kpn

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