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Schäbige Idee

Die Ausbürgerung von Doppelbürgern ist in jedem Fall eine billige Lösung: Es profitiert der Staat, der schneller ist.

Der Bund entdeckt die Ausbürgerung neu. Erstmals seit der Zeit des Zweiten Weltkriegs sind die Behörden wieder bemüht, Straftätern aus Sicherheitsgründen den Pass zu entziehen. Seit Mai ist bekannt, dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) ein Verfahren zur Ausbürgerung eines 19-Jährigen anstrengt, weil der sich in Syrien dem Jihad angeschlossen haben soll.

Nun zeigen Recherchen von Redaktion Tamedia, dass dieselbe Behörde prüfen liess, ob sie dem Ex-Polizeichef Guatemalas, Erwin Sperisen, den Schweizer Pass wegnehmen kann. Grundlage wäre in beiden Fällen Artikel 48 des Bürgerrechtsgesetzes von 1952, wonach Doppelbürgern (und nur ihnen) der Pass entzogen werden kann, wenn ihr Verhalten für die Schweiz «nachteilig ist».

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