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Schärferes Gesetz gegen Sexabo-Fallen

Nach den unzähligen Kundenbeschwerden gegen Premium-SMS-Anbieter will das Seco nun ab 1. Juli härter durchgreifen.

Der Preis einer Dienstleistung muss künftig gut ersichtlich sein.
Der Preis einer Dienstleistung muss künftig gut ersichtlich sein.
Truth Leem, Reuters

Smartphonefallen sind ein wachsendes Ärgernis, insbesondere wenn es um Sex geht: Es gibt Internetseiten, auf denen man ohne vorherige Eingabe der Telefon- oder der Kreditkartennummer einen Kauf auslöst. Oft reicht es, dass bloss die Seite heruntergescrollt und irrtümlicherweise irgendwo der Bildschirm berührt wird – schon schnappt die Falle zu. Diese sogenannten Sexabo-Fallen waren seit geraumer Zeit in zahlreichen Medien ein Thema. Alleine Sunrise musste im Februar letzten Jahres 17'000 betroffenen Kunden die Rechnung stornieren, weil ein Premium-SMS-Anbieter mit überhöhten und ungerechtfertigten Premium-SMS-Gebühren die Kunden abzockte. Insgesamt wurde so eine halbe Million Franken missbräuchlich verrechnet. Mitte November konnte Redaktion Tamedia technisch nachweisen, dass Kunden Erotik-Abos ohne deren Einwilligung und Wissen verkauft wurden. Darauf reichte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) Anfang 2015 eine Anzeige, gestützt auf das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, bei der Schwyzer Staatsanwaltschaft ein. Seitdem ermitteln die kantonalen Strafverfolgungsbehörden gegen mehrere in Schwyz ansässige Anbieter.

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