Zum Hauptinhalt springen

Scharfschützen sollen Open Air bewachen

Die Schweizer Open-Air-Veranstalter rüsten sich gegen den Terror. Welche Vorkehrungen getroffen werden.

Massnahmen gegen Terror: Das Moon & Stars setzt auf Betonblöcke in den Strassen.
Massnahmen gegen Terror: Das Moon & Stars setzt auf Betonblöcke in den Strassen.
Keystone
Extreme Massnahme? Ein Schweizer Open-Air-Veranstalter stellt Scharfschützen auf die Dächer.
Extreme Massnahme? Ein Schweizer Open-Air-Veranstalter stellt Scharfschützen auf die Dächer.
Keystone
«Wir bitten alle Festivalbesucher zu ihrer eigenen Sicherheit auf Taschen, Rucksäcke und Behältnisse aller Art zu verzichten»: Rock-am-Ring-Besucher vor der Hauptbühne. (Archivbild)
«Wir bitten alle Festivalbesucher zu ihrer eigenen Sicherheit auf Taschen, Rucksäcke und Behältnisse aller Art zu verzichten»: Rock-am-Ring-Besucher vor der Hauptbühne. (Archivbild)
Keystone
1 / 3

Die erhöhte Terrorgefahr in Europa hat Auswirkungen auf Schweizer Open Airs. Laut dem «SonntagsBlick» treffen Veranstalter entsprechende Vorkehrungen.

Demnach müssen sich etwa bei den Open-Air-Shows von Guns N'Roses und Depeche Mode im Juni im Zürcher Letzigrund-Stadion sämtliche Besucher einem Ganzkörpercheck unterziehen. Es wird geprüft, ob Körperscanner wie an Flughäfen zum Einsatz kommen. «Wir müssen alles Menschenmögliche unternehmen, damit die Besucher sicher sind», sagt Marek Lieberberg vom Veranstalter Live Nation zur Zeitung.

Betonblöcke am Moon & Stars

Bei einem weiteren bekannten Schweizer Open Air sollen zudem erstmals Scharfschützen auf den umliegenden Häusern positioniert werden. «Diese Massnahme mag extrem tönen, sie dient aber einzig und allein dem Schutz der Musikfans», erklärt der Veranstalter, der anonym bleiben will, die Massnahme.

Das Festival Moon & Stars in Locarno TI muss erstmals sämtliche Zufahrtsstrassen mit Betonblöcken oder durch die örtliche Polizei sichern lassen. «Solche Vorkehrungen sind nach heutigem Wissensstand leider nötig», sagt Veranstalter Dani Büchi.

Keine Rucksäcke

Auch bei Grossveranstaltungen in Deutschland wurden die Sicherheitsvorkehrungen angepasst. So dürfen Besucher der Festivals Rock am Ring und Rock im Park keine Taschen und Rucksäcke auf das Gelände nehmen.

«Als Folge des modernen Terrorismus wird es auch in der Schweiz eher früher als später so sein, dass man an Open Airs nur noch das Notwendigste wie Handy, Portemonnaie und Schlüsselbund bei sich tragen darf», sagt Lieberberg im «Sonntagsblick».

Bildstrecke – Terror in Manchester:

Hashem Abedi besorgte seinem Bruder und Attentäter Salaman Abedi den Sprengstoff: Eine Frau zündet eine Kerze für die Opfer des Attentats in Manchester an. (23. Mai 2017)
Hashem Abedi besorgte seinem Bruder und Attentäter Salaman Abedi den Sprengstoff: Eine Frau zündet eine Kerze für die Opfer des Attentats in Manchester an. (23. Mai 2017)
EPA/ANDY RAIN, Keystone
Von einer Überwachungskamera aufgenommen: Salman Abedi am Tag des Anschlags in Manchester. (22. Mai 2017)
Von einer Überwachungskamera aufgenommen: Salman Abedi am Tag des Anschlags in Manchester. (22. Mai 2017)
Greater Manchester Police, AFP
Polizei meldete zunächst einen «schwerwiegenden Vorfall» an einem Konzert von Ariana Grande. (Archivbild)
Polizei meldete zunächst einen «schwerwiegenden Vorfall» an einem Konzert von Ariana Grande. (Archivbild)
Chris Pizzello, Keystone
1 / 32

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch