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Schicksalsfrage für die Atomkraft

Die Atomkatastrophe in Japan verändert die Debatte in der Schweiz. Die bis dato wohlwollende Stimmung droht zu kippen.

Wird dank knappem Ja erneuert: Die Abstimmung um das AKW Mühleberg hat gezeigt, dass Atomkraft in der Schweiz umstritten ist. Umso mehr nach dem Vorfall in Japan - inzwischen zeigen sich auch Bürgerliche skeptisch.
Wird dank knappem Ja erneuert: Die Abstimmung um das AKW Mühleberg hat gezeigt, dass Atomkraft in der Schweiz umstritten ist. Umso mehr nach dem Vorfall in Japan - inzwischen zeigen sich auch Bürgerliche skeptisch.
Keystone

51,2 Prozent des Berner Stimmvolks sagten im Februar noch Ja zu einem neuen AKW Mühleberg. Ein knappes Resultat, das zeigt, wie umstritten die Atomkraft in der Schweiz ist. Nach der Katastrophe in Japan würde das Resultat wohl anders ausfallen. «Es wird kaum möglich sein, eine Mehrheit für Atomkraftwerke zu gewinnen», glaubt der grünliberale Präsident Martin Bäumle. Und Politologe Michael Hermann erklärt: «Die Mehrheiten sind fragil.» Es brauche nicht viel, bis die Verhältnisse kippten. «Japan kann durchaus das Schicksal neuer Atomkraftwerke besiegeln», so Hermann. Dies hänge stark davon ab, wie schlimm der Unfall ausfallen werde.

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