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Schicksalstage für Stephan Schmidheiny

Der Turiner Staatsanwalt will einen weiteren Asbestprozess. Nächste Woche entscheidet die Richterin, ob es einen gibt.

«Wie oft wird noch getötet werden?» Studenten demonstrieren in Casale Monferrato am Tag nachdem das Kassationsgericht die Gefängnisstrafe für Stephan Schmidheiny wegen Verjährung aufgehoben hat, im November 2014.
«Wie oft wird noch getötet werden?» Studenten demonstrieren in Casale Monferrato am Tag nachdem das Kassationsgericht die Gefängnisstrafe für Stephan Schmidheiny wegen Verjährung aufgehoben hat, im November 2014.
Keystone

Die italienischen Gerichte tun sich schwer mit der Angelegenheit. Doch am Dienstag muss die Turiner Richterin Federica Bompieri entscheiden, und sie wird damit eine wichtige Weichenstellung im Leben von Stephan Schmidheiny vornehmen, aber auch im Leben der Angehörigen von Asbestopfern, die an den Folgen der Arbeit mit dem Baubestandteil gestorben sind, dessen Fasern beim Einatmen Krebs verursachen. Im ersten Prozess wurde Schmidheiny wegen «vorsätzlichen Verursachens einer Umweltkatastrophe mit Todesfolgen» in Tausenden Fällen zu 18 Jahren verurteilt. Der römische Kassationshof hob das Urteil im November 2014 wegen Verjährung auf.

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