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Schmids Geburtshilfe im «Zigerschlitz»

Die neue Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) verfügt nun über drei Kantonalparteien. Nach der Berner und der Bündner ist die Glarner Sektion aus der Taufe gehoben worden.

Raus die Brust: Bundesrat Schmit im Rampenlicht der Glarner Bergwelt.
Raus die Brust: Bundesrat Schmit im Rampenlicht der Glarner Bergwelt.
Keystone

Die Versammlung der abtrünnigen Glarner SVP-Mitglieder in Ennenda fasste den Gründungsbeschluss einstimmig. Ebenso oppositionslos genehmigt wurden die Statuten. Anwesend waren gegen 100 Personen, darunter auch Bundesrat Samuel Schmid.

Regierungsrat im Vorstand

Zu ihrem ersten Präsidenten wählte die Glarner BDP Landrat Martin Landolt aus Näfels. Als Vizepräsident steht ihm Mathias Vögeli, Gemeindepräsident von Rüti, zur Seite.

Weitere Mitglieder der Parteileitung sind Regierungsrat Robert Marti, Fraktionspräsident Ernst Disch sowie die Landräte Beny Landolt, Karl Mächler und Fridolin Luchsinger. Später soll der Vorstand mit der Präsidentin der BDP Frauen sowie der Chefin oder dem Chef der Jungen BDP vervollständigt werden.

Keine Oppositionspartei

Im Parteiprogramm unterstreicht die Glarner BDP ihren Willen, eine sach- und lösungsorientierte Politik zu betreiben. Grundlage bildeten der Dialog mit allen Kräften des Kantons sowie der Respekt gegenüber Andersdenkenden.

«Wir sind keine Oppositionspartei, sondern wollen uns mit anderen zusammen für einen gesunden Kanton mit starken Gemeinden und einer zukunftsfähigen Gesellschaft einsetzen», heisst es in den Grundsätzen. Die Statuten verpflichten zu «bürgerlichen Werten wie Eigenverantwortung, Chancengleichheit und Leistungsprinzip».

Weitere Ausbreitung

Die BDP wird sich bald auf weitere Teile der Schweiz ausbreiten. Der Berner Ständerat Werner Luginbühl sagte der Nachrichtenagentur SDA, es seien mehrere Anfragen für Sektionsgründungen eingegangen. Die meisten stammten laut ihm aus dem Kanton Zürich, andere aus dem Aargau, St. Gallen und Zug. Namen nannte er keine.

Als nächste Etappe peilen die SVP-Dissidenten die Gründung einer nationalen Partei an. Das soll im Herbst geschehen. Das genaue Datum werde noch in dieser Woche bekannt, sagte Luginbühl.

SDA/cpm

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