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«Schon als Kind wollte ich als Märtyrer sterben»

Der mutmassliche Jihad-Reisende A. J., der gestern vor dem Bundesstrafgericht stand, zeigte Sympathien für den Märtyrertod.

Im April 2015 am Flughafen Zürich verhaftet, gestern in Bellinzona vor Gericht: A. J. aus Winterthur. Zeichnung: Robert Honegger
Im April 2015 am Flughafen Zürich verhaftet, gestern in Bellinzona vor Gericht: A. J. aus Winterthur. Zeichnung: Robert Honegger

Der Bart ist ab. Genau wie im April vor einem Jahr, als A. J. am Flughafen Zürich verhaftet wurde. Er wollte nach Istanbul reisen, mit dem Ziel, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschliessen und als Märtyrer zu sterben. So sieht es die Bundesanwaltschaft, die den schweizerisch-libanesischen Doppelbürger gestern vor das Bundesstrafgericht in Bellinzona gebracht hat. Sie klagt ihn zudem der mehrfachen Gewaltdarstellung an. Auf seinem Handy wurden ein Video sowie Bilder von Gruppenexekutionen, Steinigungen und Kreuzigungen sichergestellt. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen, hat sich der Angeklagte laut der Bundesanwaltschaft sogar den Bart rasiert. Sie sieht im Fall des 26-jährigen Winterthurers einen Leitfall für den strafrechtlichen Umgang der Schweiz mit Jihad-Reisenden.

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