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Schutzlose Patienten

Nur wenige Ärzte machen sich die Mühe, die Daten ihrer Patienten zu verschlüsseln. Das rächt sich.

MeinungBarnaby Skinner

Kaum ein Bundesgesetz hat in den letzten Jahren aus so unterschiedlichen politischen Lagern Kritik einstecken müssen wie das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG), das kommendes Jahr in Kraft treten soll. Im Zentrum stand dabei immer die Sorge um den Datenschutz der Patienten: Wer würde Einblick erhalten? Wie verhindert man Missbräuche? In welchen Fällen dürfen Ärzte Informationen untereinander weitergeben?

Ausgerechnet das elektronische Patientendossier hätte aber den Datenschutz verbessert. Denn wie eine Umfrage von Redaktion Tamedia zeigt, machen sich viele Ärzte keine Mühe, die Daten ihrer Patienten via E-Mail verschlüsselt zu tauschen. Das ist so, als würden sie einander Patientenakten auf Postkarten zuschicken. Dass das nicht mehr passiert, genau dafür sorgt das EPDG. Es schafft ein System, das es allen Medizinern ermöglicht, Daten verschlüsselt zu übermitteln. Vom Landarzt über die Apotheke bis zum Kantonsspital: Auf einen Schlag würden alle sicher miteinander kommunizieren.

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