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Schweizer Fahnder an Anti-Terror-Razzia beteiligt

Fahnder in sechs europäischen Ländern haben 26 Orte durchsucht und 13 mutmassliche Jihadisten verhaftet. Auch die Schweizer Polizei rückte zu einer Razzia aus.

Erneut verhaftet: Mullah Krekar, der in Norwegen lebende Chef des Terrornetzes, nach seiner Freilassung im Januar. Foto: NTB Scanpix
Erneut verhaftet: Mullah Krekar, der in Norwegen lebende Chef des Terrornetzes, nach seiner Freilassung im Januar. Foto: NTB Scanpix

Die «Aktion JWEB» gehört zu den grössten Anti-Terror-Einsätzen in der Geschichte Europas: In nicht weniger als sechs Ländern rückten am Donnerstag spezialisierte Polizisten aus. In drei Staaten nahmen sie 13 mutmassliche Angehörige des Terrornetzes Rawti Shax fest – sechs in Italien, vier in Grossbritannien und drei in Norwegen. 26 Hausdurchsuchungen wurden durchgeführt. Die italienische Justiz leitet die internationalen Ermittlungen, die seit Jahren im Gange sind. Sie wirft den Verhafteten internationalen Terrorismus vor, wie die europäische Justizdrehscheibe Eurojust gestern mitteilte. Roms Anti-Terror-Einheiten haben insgesamt 17 Haftbefehle ausgestellt, gegen 16 Kurden und einen Kosovaren. «Bei dieser Operation wurde eine Zelle zerschlagen, die neben Italien, Grossbritannien und Norwegen auch Finnland, die Schweiz und Deutschland betrifft», sagte der italienische Kommandant der Operation an einer Pressekonferenz in Rom. Vier Verdächtige waren nicht aufzufinden; die Justiz vermutet, dass diese inzwischen in den Jihad gezogen sind.

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