Schweiz ermittelt gegen Koran-Verteiler

Die Bundesanwaltschaft führt mehrere Strafverfahren gegen Personen mit Verbindungen zur «Lies!»-Aktion. Sie kooperiert auch mit den deutschen Behörden, die heute eine Razzia durchgeführt haben.

So zogen sie durch die Strassen: Verteilaktion von «Lies!» auf einer Archivaufnahme vom 1. Januar 2015 in Frankfurt am Main.

So zogen sie durch die Strassen: Verteilaktion von «Lies!» auf einer Archivaufnahme vom 1. Januar 2015 in Frankfurt am Main. Bild: Keystone

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In Deutschland läuft seit dem frühen Morgen eine Grossaktion der Polizei gegen die Koran-Verteilungsaktion «Lies!». Nun wird bekannt: Auch in der Schweiz wird gegen mehrere Personen ermittelt, die mit dem Projekt in Verbindung stehen oder standen. Dies gab die Bundesanwaltschaft (BA) auf Anfrage bekannt.

«In diesem Rahmen», so schreibt Kommunikationschef André Marty, kooperiere die BA «mit den deutschen Strafverfolgungsbehörden». Kein Strafverfahren läuft gemäss Marty in der Schweiz gegen eine juristische Personen im «Lies!»-Zusammenhang.

Auch steht hierzulande kein Verbot eines Trägervereins zur Diskussion, da dafür die rechtlichen Grundlagen fehlen. Deutschland hat die Vereinigung «Die wahre Religion», die hinter «Lies!» steht, heute verboten. Die Schweiz ist mit Verboten radikaler politischer Gruppierungen sehr zurückhaltend.

Erstellt: 15.11.2016, 12:34 Uhr

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