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Schweiz soll CO2-Werte selber senken

Der Nationalrat gibt der Schweiz ein ambitioniertes Klimaziel. Der CO2 soll ausschliesslich im Inland um 20 Prozent gedrückt werden, dies aber ohne rasante Sauberkeitsoffensive bei den Autos.

Strikte Regeln: Nach dem Nationalrat dürften importierte Neuwagen 150 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen.
Strikte Regeln: Nach dem Nationalrat dürften importierte Neuwagen 150 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen.
Reto Oeschger

Die Klima-Debatte war derart hitzig, dass selbst den aufmerksamen «Einheizern» bei der SVP für einmal ein Fehler unterlief. Ausgerechnet bei der Kernfrage, um wie viel die Schweiz ihre CO2-Emissionen in den nächsten Jahren reduzieren soll, herrschte in den Reihen der Volkspartei gestern kurzzeitig etwas Verwirrung. Mit der Folge, dass einige Fraktionsmitglieder nicht rechtzeitig den richtigen Knopf drückten – und so mithalfen, dass sich der Nationalrat für ein Klimaziel aussprach, das vielen Bürgerlichen Kopfschmerzen bereitet. Mit 90 zu 87 Stimmen verlangt der Rat, dass die Schweiz ihre CO -Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent unter das Niveau von 1990 drückt, und zwar ausschliesslich mit Massnahmen im Inland. Dieses Ziel kann der Bundesrat gestützt auf die internationale Entwicklung in Eigenregie auf bis zu 40 Prozent erhöhen, wobei dann diese zusätzliche Reduktion zu drei Vierteln mit billigeren Verschmutzungsrechten im Ausland erkauft werden darf.

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