Schweiz und Niederlande wollen «grünere» Investitionen fördern

Im Vorfeld des Uno-Klimagipfels in New York stellen die beiden Länder eine gemeinsame Initiative vor – gestützt auf einen Pilotversuch in der Schweiz.

Die Schweiz und die Niederlande stellen eine gemeinsame Klima-Initiative vor. Klima-Demonstration vor dem Bundeshaus. (Archivbild) Bild: Anthony Anex/Keystone

Die Schweiz und die Niederlande stellen eine gemeinsame Klima-Initiative vor. Klima-Demonstration vor dem Bundeshaus. (Archivbild) Bild: Anthony Anex/Keystone

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Die Schweiz und die Niederlande präsentieren am Samstag im Vorfeld des Uno-Klimagipfels in New York eine gemeinsame Initiative für klimafreundliche Investitionen. Sie stützt sich auf einen erfolgreichen Pilotversuch in der Schweiz.

Konkret sollen künftig öffentliche und private Investitionen auf ihre Klimaverträglichkeit geprüft und auf das 1,5-Grad-Ziel des Weltklimarats ausgerichtet werden können, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Freitag mitteilte. Vorgestellt werden soll die Idee am Samstag. Weitere Länder sollen sie im Anschluss unterstützen.

Der Weltklimarat (IPCC) hatte 2018 aufgezeigt, dass die globale Klimaerwärmung unter 1,5 Grad gehalten werden muss, um gravierende Veränderungen der Ökosysteme zu verhindern. Dies kann aus Sicht der Schweiz und der Niederlande nur erreicht werden, wenn auch die weltweiten Investitionen öffentlicher und privater Finanzinstitutionen so ausgerichtet werden, dass sie das 1,5-Grad-Ziel unterstützen. Heute verursachen Investitionen noch eine Klimaerwärmung von 4 bis 6 Grad.

Bereits 2017 haben Schweizer Pensionskassen und Versicherungen auf Einladung des Bafu und des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF) die Klimaverträglichkeit ihrer Investitionen prüfen lassen. 2020 soll die nächste Testrunde gestartet werden, die unter anderen mit Dänemark, Italien, Luxemburg, Norwegen, Portugal und Schweden koordiniert stattfinden wird. Das erweiterte Modell wird neu auch für Vermögensverwalter und Banken zur Verfügung stehen.

Der Uno-Klimagipfel startet am kommenden Montag in New York. Erwartet werden zahlreiche Regierungsvertreterinnen und -vertreter. Der Anlass hat zum Ziel, dass die Länder ihr Engagement für den Klimaschutz bekräftigen und sich ambitionierte Klimaziele für die Zeit nach 2020 setzen. Dies ist auch eines der Kernanliegen der Schweiz.

Sie wird anlässlich des Gipfels ihr Ziel kommunizieren, bis 2050 ihre Treibhausgasemissionen auf Netto-Null zu senken. Mit diesem ambitionierten Ziel steht die Schweiz nicht allein da: Sie schliesst sich einer grossen Anzahl von Ländern an, die am Klimagipfel ihr Ziel der Klimaneutralität bis 2050 ankündigen werden.

(oli/sda)

Erstellt: 20.09.2019, 16:41 Uhr

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