Schweiz unterstützt wieder Projekte in Eritrea

Erstmals seit zehn Jahren beteiligt sich die Schweiz in einer Testphase wieder an Entwicklungsprojekten in Eritrea.

Die Zusammenarbeit wird wieder aufgenommen: Eritreas Flagge vor dem UN-Gebäude in Genf.

Die Zusammenarbeit wird wieder aufgenommen: Eritreas Flagge vor dem UN-Gebäude in Genf. Bild: Salvatore di Nolfi/Keystone

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Die Schweiz unterstützt seit Anfang Oktober zwei Berufsbildungsprojekte in Eritrea. Das Engagement soll dazu beitragen, die Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven junger Menschen im Land langfristig zu verbessern.

Der Bundesrat hatte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) vor rund einem Jahr beauftragt, mit Pilotprojekten Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Eritrea zu prüfen. Nach Planungsarbeiten hat das Engagement nun begonnen, wie das Aussendepartement (EDA) heute mitteilte.

Die Deza hatte sich vor mehr als zehn Jahren aus Eritrea zurückgezogen, weil die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit nicht mehr gegeben waren. Beim neuen Engagement werde nachzuweisen sein, dass ein wirksames Engagement vor Ort möglich sei, schreibt das EDA.

Die Schweiz unterstützt die beiden Berufsbildungsprojekte mit je rund einer Million Franken pro Jahr. Die Pilotphase dauert bis Ende 2019. Ende 2018 soll eine erste Evaluation vorgenommen werden.

Einen Beruf erlernen

Beim ersten Projekt geht es um eine Berufsschule in der Hafenstadt Massaua. Durchgeführt wird dieses vom privaten Schweizerischen Unterstützungskomitee für Eritrea (Suke). Die Lehrkräfte, die in Unternehmen der Region angestellt sind, schulen Arbeiterinnen und Arbeiter und können sich auch selber fortbilden.

Mit dem zweiten Projekt wird über die Agentur Volontariato Internazionale per lo Sviluppo (VIS) ein Bildungsprogramm der Organisation Don Bosco unterstützt, das Berufsschulen in mehreren Regionen fördert. Diese bieten jungen Menschen aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen und insbesondere Mädchen die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen.

Zukunftsperspektiven schaffen

Bessere Berufsperspektiven für junge Eritreerinnen und Eritreer im eigenen Land trügen massgeblich zur Entscheidung der Menschen bei, wo sie sich niederlassen und leben wollten, hält das EDA fest. Sie schafften Hoffnung für die Zukunft.

Mit ihrem Engagement könne die Schweiz ausserdem den zwischenstaatlichen Dialog zu verschiedenen Themen vertiefen, zum Beispiel zu den Menschenrechten, zu Entwicklungsfragen und zur Rechtsstaatlichkeit. Das EDA hofft, dass sich die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit mit den eritreischen Behörden schrittweise verbessern wird. (sep/sda)

Erstellt: 12.10.2017, 18:26 Uhr

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