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Schweiz verbannt syrisches Öl

Der Bundesrat folgt der EU und spricht sich für ein Öl-Embargo gegen Syrien aus. Allerdings ändert dies nichts an der Praxis der letzten Jahre.

Das Öl fliesst nicht mehr: zerstörte Pipeline in Syrien. (29. Juli 2011)
Das Öl fliesst nicht mehr: zerstörte Pipeline in Syrien. (29. Juli 2011)
Keystone

Die Schweiz schliesst sich dem Öl-Embargo der EU gegen Syrien an. Das hat der Bundesrat heute beschlossen. Einfuhr, Kauf und Transport von syrischem Erdöl und Erdölprodukten werden verboten. Die Schweiz hat seit Jahren kein syrisches Erdöl mehr importiert.

Das Embargo tritt am Samstag in Kraft. Angesichts der anhaltenden Repression gegen die Bevölkerung in Syrien durch Streit- und Sicherheitskräfte entschied der Bundesrat, die bestehenden Sanktionen auszuweiten, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte.

Untersagt sind neben dem Öl-Import auch das Bereitstellen von Finanzmitteln, Versicherungen und Rückversicherungen im Zusammenhang mit Öl-Geschäften. Für abgeschlossene Verträge gilt eine Übergangsfrist bis 15. November. Es besteht eine Meldepflicht gegenüber dem Seco. Die EU-Aussenminister beschlossen das Öl-Embargo gegen Syrien am 2. September.

Letztes Mal wurde 2005 Öl importiert

2005 importierte die Schweiz zum letzten Mal Erdöl respektive Erdölprodukte aus Syrien; die Lieferungen hatten einen Wert von 4 Millionen Franken. Das Embargo wird deshalb nach Einschätzung des Seco nicht zu Versorgungsengpässen führen. Syrien exportierte den grössten Teil seines Erdöls in die EU.

Gemäss den bereits zuvor verhängten Sanktionen der Schweiz dürfen Syrien keine Rüstungsgüter und keine Güter geliefert werden, die für die Repression verwendet werden können.

Zudem gelten Finanz- und Reisesanktionen gegen 54 natürliche Personen und gegen 12 Unternehmen und Organisationen. Vermögenswerte von 45 Millionen Franken wurden im Zusammenhang mit den Sanktionen eingefroren.

SDA/miw

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