Zum Hauptinhalt springen

Schweiz zahlte 1,5 Millionen Franken auf ein Konto ein

Bern hat an Libyen eine Entschädigung überwiesen – damit Max Göldi heimreisen konnte.

Bundesrätin Calmy-Rey informierte über die Freilassung des Schweizers.
Bundesrätin Calmy-Rey informierte über die Freilassung des Schweizers.
Cossette Espinoza
Max Göldi und Micheline Calmy-Rey am Flughafen Kloten nach der Landung um zirka 1.20 Uhr.
Max Göldi und Micheline Calmy-Rey am Flughafen Kloten nach der Landung um zirka 1.20 Uhr.
Reuters
Auf dem Heimweg von Bukarest macht Berlusconi Halt in Tripolis. Eine Weiterreise gemeinsam mit Göldi würde er als seinen Erfolg verbuchen.
Auf dem Heimweg von Bukarest macht Berlusconi Halt in Tripolis. Eine Weiterreise gemeinsam mit Göldi würde er als seinen Erfolg verbuchen.
AFP
1 / 12

Die Schweiz hat 1,5 Millionen Franken auf ein deutsches Konto überwiesen, damit Max Göldi freikommen konnte aus seinem Gefängnis in Libyen. Das Geld soll Tripolis entschädigen, falls die Schuldigen für die Weitergabe der Polizeifotos von Hannibal Ghadhafi an die «Tribune de Genève» nicht gefunden werden.

Einen entsprechenden Bericht des Westschweizer Radios RSR vom Mittwoch bestätigte das Aussendepartement (EDA) in Bern. Bisher sei kein Geld an Libyen geflossen, heisst es in einer Mitteilung von EDA- Informationschef Lars Knuchel.

Zur Befreiung Göldis seien «vertrauensbildende Massnahmen nötig» gewesen, heisst es weiter in dem Schreiben vom Mittwochabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. In diesem Sinne sei die Summe von 1,5 Millionen Franken von beiden Seiten als angemessene Kompensation für den Aufwand betrachtet worden, der durch das Genfer Verfahren um die Hannibal-Gaddafi-Fotos entstanden sei.

Am Sonntag freigelassen

Noch gingen die Verhandlungen mit Libyen weiter, so Knuchel. Max Göldi war zusammen mit dem schweizerisch-tunesischen Doppelbürger Rachid Hamdani im Sommer 2008 in Libyen verhaftet worden, wenige Tage, nachdem der Sohn von Machthaber Muammar al-Gaddafi und seine Frau Aline in Genf festgenommen worden waren wegen Misshandlung von Hauspersonal.

Göldi konnte schliesslich am Sonntag, nach mehr als 700 Tagen in libyscher Haft, das nordafrikanische Land verlassen. Hamdani war bereits Anfang des Jahres freigekommen.

SDA/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch