Schweizer Altersvorsorge fällt im Vergleich zurück

Der Global-Pension-Index von Mercer zeigt, wer das beste Vorsorgesystem der Welt hat.

Zufrieden in die Zukunft schauen? Rentner geniessen die Fahrt auf einem Schweizer Schiff.

Zufrieden in die Zukunft schauen? Rentner geniessen die Fahrt auf einem Schweizer Schiff. Bild: Urs Jaudas

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Das Vorsorgesystem der Schweiz hat im internationalen Vergleich an Terrain eingebüsst. Es rangiert unter 27 ausgesuchten Ländern nur noch auf Platz 6. Ein Jahr zuvor war die Schweizer Altersvorsorge im Melbourne-Mercer-Global-Pension-Index noch auf Rang 4.

Der Hauptgrund für den Abstieg ist das im Vergleich mit dem Lebenseinkommen gesunkene Rentenniveau, wie das Beratungsunternehmen Mercer in einer Medienmitteilung schreibt.

Höhere Pensionierungsdauer wird nicht kompensiert

Ebenfalls schlechter als ein Jahr zuvor schneidet die Schweizer Altersvorsorge beim Kriterium Nachhaltigkeit ab, da in der Schweiz der Anstieg der Pensionierungsdauer nicht zum Beispiel durch höhere Arbeitnehmerbeiträge oder ein höheres Rentenalter kompensiert worden ist.

Die Nordeuropäer haben die Nase vorn: Schweiz liegt im Pension-Index 2016 «nur» noch auf Rang 6.

Überholt wurde die Schweiz im Pension-Index von Finnland und Schweden. Spitzenreiter bleibt Dänemark, gefolgt von den Niederlanden und Australien. Die Schlusslichter sind Indien, Japan und Argentinien.

Seit 2009 wird verglichen

Dänemark habe sich den Spitzenplatz erneut durch die solide Finanzierung, das hohe Vermögens- und Beitragsniveau sowie ein gut reguliertes Vorsorgesystem gesichert, schreibt Mercer.

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Das Beratungsunternehmen hat für den Index die Altersvorsorge verschiedener Länder auf ihre Angemessenheit in Bezug auf Rentenhöhe, Nachhaltigkeit und Rahmenbedingungen der Privatvorsorge untersucht. Der Index wurde erstmals 2009 erstellt und wird jährlich berechnet.

Video-Umfrage in Zürich: Wie viel Geld braucht es im Alter zum Leben?

(sda)

Erstellt: 24.10.2016, 11:05 Uhr

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