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«Schweizer Frauen sind komisch»

Ueli Maurer und das weibliche Geschlecht: In einer Rede schoss sich der Bundesrat erneut auf waffenkritische Frauen ein. In der Sonntagspresse rechtfertigt er seine Aussagen.

Ist davon überzeugt, dass viele Schweizer Frauen die falschen Männer heiraten: Ueli Maurer an der SVP-Delegiertenversammlung am Samstag.
Ist davon überzeugt, dass viele Schweizer Frauen die falschen Männer heiraten: Ueli Maurer an der SVP-Delegiertenversammlung am Samstag.
Keystone

In seiner Rede vor den SVP-Delegierten in Emmenbrücke, Kanton Luzern, schoss sich Bundesrat Ueli Maurer gestern Samstag einmal mehr auf die mehrheitlich waffenkritischen Frauen ein: «Ich habe den Eindruck, wir haben in der Schweiz komische Frauen. Sie heiraten Verbrecher, und kaum sind sie verheiratet, werden sie von morgens bis abends mit einer Waffe durch die Wohnung gejagt», sagte Maurer wörtlich in seiner Rede.

Im Interview mit der Zeitung «Der Sonntag» verteidigt Maurer seine Aussage zu den komischen Frauen: «Dieser Eindruck entsteht, wenn man in den Medien die Berichterstattung über die Abstimmung zur Waffenschutzinitiative verfolgt». Da wimmle es nur so von Frauen, die Angst hätten vor Waffen und sich permanent bedroht fühlten. Seiner Meinung nach entspräche es nicht der Realität. «Aber es entsteht der Eindruck, Schweizer Frauen sind komisch», sagt Maurer.

«Es gibt auch Frauen, die keine Angst haben»

Der Bundesrat kritisiert aber auch die einseitige Darstellung der Frauen in den Medien: «Es gibt auch Frauen, die keine Angst vor Waffen haben, für die Waffen Schutz und Sicherheit bedeuten», sagt er. In seinem Umfeld würden sich die Frauen jedenfalls ganz selbstverständlich gegen die Entwaffnung des Bürgers wehren. In den Medien kämen diese Frauen aber leider fast gar nicht vor.

Es ist nicht das erste Mal, dass Maurer die Frauen bei der Debatte um die Waffenschutzinitiative verärgert. Nach dem ersten Mal erhielt er Post von einem Frauenhaus, wie SP-Nationalrätin Chantal Galladé weiss. So hat ein Frauenhaus Ueli Maurer zu einem Besuch eingeladen, nachdem er gesagt hat, dass Frauen nichts von Waffen verstünden. Geantwortet habe er bis anhin noch nicht, sagt Galladé.

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