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Schweizer IS-Verdächtiger war Soldat in Saddam-Regime

Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit längerem gegen drei Iraker, die im Verdacht stehen, in der Schweiz einen Ableger des IS betrieben zu haben. Sie kennen sich offenbar bereits aus ihrer Jugendzeit.

ajk
Terrorverdächtige kennen sich aus ihrer Jugendzeit: IS-Kämpfer in der syrischen Stadt Raqqa. (Undatiertes Bild, publiziert am 14. Januar 2014)
Terrorverdächtige kennen sich aus ihrer Jugendzeit: IS-Kämpfer in der syrischen Stadt Raqqa. (Undatiertes Bild, publiziert am 14. Januar 2014)

Die drei in der Schweiz inhaftierten Mitglieder der angeblichen Terrorzelle des Islamischen Staates (IS) haben alle eine Vergangenheit als Getreue des einstigen irakischen Diktators Saddam Hussein. Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, hat sich der Hauptverdächtige, ein heute 30-jähriger Sunnite, der seit 2004 in der Schweiz lebt, in seiner Jugendzeit einer der gefürchtetsten Truppen angeschlossen, den «Fedajin Saddam». «Die sich Opfernden» waren von Saddams Söhnen handverlesen und sollten das Regime beschützen, wurden aber auch zur Unterdrückung von Gegnern eingesetzt.

Mehrere Personen, die dem Mann nahe stehen, haben bestätigt, dass dieser der Einheit angehört habe. Seine heutige Ehefrau bestätigt dies: «Er ist stolz, ein Fedajin gewesen zu sein!» Die Frau des Hauptverdächtigen äusserst sich in der «Sonntagszeitung» auch erstmals zu den Vorwürfen gegen ihren Mann: «Mit Terrorismus hat er nichts zu, er schwört es».

Bekanntschaft aus der Jugendzeit

Die beiden weiteren angeblichen Mitglieder der IS-Zelle in der Schweiz haben ebenfalls eine Vergangenheit als Anhänger von Saddam Hussein. Der in Beringen SH wohnhafte Terrorverdächtige hat sich nach Auskunft mehrerer Bekannter am Aufstand gegen die US-Truppen beteiligt, nachdem diese das Saddam-Regime im Frühjahr 2003 gestürzt hatten. Der wurde dabei schwer verletzt und war danach auf einen Rollstuhl angewiesen. Nach seiner Flucht unterzog er sich in der Schweiz mehreren Operationen.

Die drei am 21. März 2014 von einer Sondereinheit verhafteten Männer kennen sich alle aus ihrer Jugendzeit. Ihr angebliches Anschlagsziel befand sich nach dem Bericht der «Sonntagszeitung» nicht in der Schweiz.

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