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Schweizer Jihadist verurteilt

Erstmals wurde in der Schweiz ein Mann verurteilt, der sich der Terrormiliz IS angeschlossen hatte. Er erhält eine bedingte Strafe, muss sich einer Behandlung unterziehen und eine Dokumentation erstellen.

Dienen unter der schwarzen Flagge: Ein Schild mit dem Emblem des IS am Strassenrand von Saadiya im Irak, nachdem der Ort von einer shiitischen Miliz eingenommen wurde. (24. November 2014)
Dienen unter der schwarzen Flagge: Ein Schild mit dem Emblem des IS am Strassenrand von Saadiya im Irak, nachdem der Ort von einer shiitischen Miliz eingenommen wurde. (24. November 2014)
Reuters

Ein Westschweizer Jihadist ist von der Bundesanwaltschaft (BA) mittels Strafbefehl zu 600 Stunden gemeinnütziger Arbeit bedingt verurteilt worden. Die BA wirft dem Mann Beteiligung an einer kriminellen Organisation und Militärdienst in den Diensten einer fremden Armee vor.

Die Bundesanwaltschaft bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des Westschweizer Fernsehens TRS. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Es handelt sich bei dem Waadtländer um den ersten Schweizer Jihadisten, der wieder zurückkehrte und verurteilt wurde.

Psychiatrische Behandlung

Der Mann liess über eine französische Webseite rekrutieren. Er verliess die Schweiz vor rund einem Jahr, um sich in Syrien den IS-Kämpfern anzuschliessen. Drei Monate später, Mitte März dieses Jahres, kehrte der Mann über den Flughafen Genf wieder in die Schweiz zurück.

Dazwischen absolvierte er laut RTS eine zweiwöchige Ausbildung in einem Trainingscamp. Darauf wollte er wieder nach Hause. Er wurde aber von seinen IS-Kämpfern vorerst in ein Gefängnis gesteckt, ehe er nach Hause entlassen wurde.

Der Mann muss sich zudem einer psychiatrischen Behandlung unterziehen, eine fotografische Friedensdokumentation realisieren und einen Teil der Verfahrenskosten in Höhe von 4700 Franken von total 24'700 Franken bezahlen.

(SDA)

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