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«Schweizer Kinder sind kleine Bücherwürmer»

Die Mediennutzung der Kinder in der Schweiz zeigt: Internet und Gamen sind nicht so beliebt bei 6- bis 13-Jährigen. Sie hören lieber Musik, sehen fern oder lesen ein Buch.

Trotz digitaler Konkurrenz: 70 Prozent der Kinder in der Schweiz lesen. (15. Februar 2013)
Trotz digitaler Konkurrenz: 70 Prozent der Kinder in der Schweiz lesen. (15. Februar 2013)
Gaetan Bally, Keystone

Rund 70 Prozent aller Schweizer Kinder lesen mindestens einmal in der Woche in der Freizeit in einem Buch. 37 Prozent nutzen das Buch sogar jeden oder fast jeden Tag. Zu diesem Schluss kommt laut «NZZ am Sonntag» eine Studie über die Mediennutzung der 6- bis 13-Jährigen, die am Montag im Detail vorgestellt wird. «Die Kinder in der Schweiz sind kleine Bücherwürmer», sagt Co-Studienleiter Gregor Waller in der Zeitung.

Er und das medienpsychologische Forschungsteam der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben 1000 Kinder und 600 Eltern befragt. «Dieser Befund hat mich erstaunt», sagt Waller über die hohe Lesequote. Vor allem, da man hierzulande oft höre, die Kinder spielten dauernd auf Handys oder Computern. Auch im Vergleich zu Deutschland ist sie hoch. Dort nimmt nur jedes zweite Kind mindestens einmal wöchentlich ein Buch zur Hand.

«Stolz auf eigene Leistung»

In der Schweiz ist das Buch bei den Kindern nicht nur populärer, es schlägt die neuen Medien bei weitem: Das Lesen liegt mit 70 Prozent an dritter Stelle hinter Musikhören (80%) und TV-Schauen (80%), jedoch vor Gamen (61%), Handy (43%) und Internet (42%) nutzen.

Trotz digitaler Konkurrenz scheint sich das Buch also bei den Jüngsten zu halten: «Kinder freuen sich auf das Lesenlernen», sagt Christine Tresch, Literaturexpertin beim Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien in der «NZZ am Sonntag». «Und sie sind stolz, wenn sie ein Buch bewältigen.» Daran habe sich in all den Jahren wenig geändert.

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