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Schweizer lassen sich wegen Steuern scheiden

«Liebling, lass uns scheiden» – immer mehr reiche Ehepaare versuchen mit diesem Trick Geld zu sparen. Doch auch bei Rentnern macht eine Scheidung bis zu 14'100 Franken im Jahr aus.

Auf immer und ewig Steuern sparen: An der Hochzeitsmesse in Zürich wird eine Torte aus dem 3-D-Printer präsentiert. (9. Januar 2016)
Auf immer und ewig Steuern sparen: An der Hochzeitsmesse in Zürich wird eine Torte aus dem 3-D-Printer präsentiert. (9. Januar 2016)
Christian Beutler, Keystone

Sie trennen sich oder lassen sich scheiden, um jährlich Tausende Franken zu sparen. In Wahrheit sind sie weiterhin ein Paar und leben zusammen. Vermögende Schweizer Ehepaare greifen zu einem besonderen Trick, weil sie Steuern vermeiden wollen, das berichtet die «SonntagsZeitung».

Der Steuertrick sei besonders bei vermögenden Paaren beliebt, sagt der Lausanner Scheidungsanwalt Franck Ammann zur Zeitung. Er schätze, dass sich fünf Prozent der von ihm beratenen Ehepaare wegen der tieferen Steuern scheiden lassen oder trennen. Bei jährlich rund 17’000 Scheidungen in der Schweiz wären dies pro Jahr mehr als 800 Fälle.

Fünfzig Prozent höhere Rente

Die Heiratsstrafe gibt es auch für Rentner. Nach geltendem AHV-Recht erhalten Ehepaare höchstens 150 Prozent der Maximalrente. Ein unverheiratetes Rentnerpaar bekomme dagegen die volle Rente pro Person, das heisst also 200 Prozent. Gemäss «SonntagsZeitung» melden sich beim Zürcher Rechtsanwalt Roger Groner deshalb pro Jahr vier bis fünf Paare im Rentenalter, die sich scheiden lassen wollen, um eine höhere Rente zu erhalten. Pro Jahr kann das bis zu 14’100 Franken ausmachen.

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