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Schweizer Luftwaffe nur zu Bürozeiten einsatzbereit

Zwei französische Mirages 2000 begleiteten das entführte Flugzeug aus Äthiopien über der Schweiz. Die hiesige Luftwaffe konnte nicht eingreifen.

«Viele merkten wohl erst in Genf, dass etwas Ausserplanmässiges geschehen ist»: Polizisten beobachten einen Passagier, der das Flugzeug der Ethiopian Airlines in Genf verlässt.
«Viele merkten wohl erst in Genf, dass etwas Ausserplanmässiges geschehen ist»: Polizisten beobachten einen Passagier, der das Flugzeug der Ethiopian Airlines in Genf verlässt.
Richard Juilliart, AFP
Gelandet: Das Flugzeug der Ethiopian Airlines wurde auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom entführt und landete am internationalen Flughafen in Genf. (17. Februar 2014)
Gelandet: Das Flugzeug der Ethiopian Airlines wurde auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom entführt und landete am internationalen Flughafen in Genf. (17. Februar 2014)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Passagiere werden in Genf aus der entführten Maschine der Ethiopian Airlines evakuiert. (17. Februar 2014)
Passagiere werden in Genf aus der entführten Maschine der Ethiopian Airlines evakuiert. (17. Februar 2014)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
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Die von dem äthiopischen Co-Piloten entführte Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines war im italienischen Luftraum von zwei Eurofightern der italienischen Armee begleitet worden, wie Laurent Savary, Mediensprecher der Schweizer Luftwaffe, gegenüber Redaktion Tamedia sagte.

Im französischen Luftraum übernahmen zwei Mirages 2000, die das Flugzeug bis nach Genf begleiteten. Die Schweizer Luftwaffe wäre erst ab 8 Uhr bereit gewesen, hielt Savary fest.

Die französischen Kampfflugzeuge hätten die Maschine auf Schweizer Boden nicht abschiessen dürfen. Sie hätten aber die Landung forcieren können. Dies ist in einem Abkommen mit den Nachbarländern festgehalten. Die Zusammenarbeit habe am Morgen gut funktioniert, sagte Savary.

Die Schweizer Luftwaffe sei von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 13.30 Uhr bis 17 Uhr verfügbar. Von Oktober bis März gebe es zudem am Montagabend Nachtflüge. Durchgehende Überwachung gebe es nur auf Anordnung, beispielsweise während des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos.

Künftig rund um die Uhr bereit

Der Luftraum werde dennoch rund um die Uhr elektronisch überwacht. Dass die Luftwaffe nur zu Bürozeiten verfügbar ist, ist vor allem auf finanzielle Gründe zurückzuführen. Dafür wäre ein Pikettdienst sowie ein Einsatz von Piloten und weiterem Personal rund um die Uhr notwendig.

Die Schweizer Luftwaffe soll künftig aber rund um die Uhr bereit sein. Dafür hat das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) das Projekt Ilana lanciert.

(SDA)

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