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Schweizer Mädchen haben Horror vor Mathematik

In der Pisa-Studie gaben bei uns viel mehr Mädchen als Buben an, vor der Mathematik Angst zu haben. In anderen Kulturkreisen sind die Unterschiede kaum vorhanden.

Unbeliebtes Rechnen: Ein Mädchen bei den Hausaufgaben.
Unbeliebtes Rechnen: Ein Mädchen bei den Hausaufgaben.
Keystone

In kaum einem anderen Land sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede so gross wie in der Schweiz, schreibt die «Schweiz am Sonntag». Das zeigt sich besonders deutlich in der Angst vor dem Mathematikunterricht, wie eine Sonderbefragung im Rahmen der Pisa-Studie festhält, an der 65 Länder teilnahmen.

Während 40 Prozent der Schweizer Buben angeben, der Matheunterricht mache ihnen Angst, sind es bei den Mädchen 57 Prozent. In Deutschland beträgt der Unterschied 15 und in Italien sogar nur 7 Prozent. In anderen Kulturkreisen wie Brasilien sind die Unterschiede mit 0,4 Prozent hingegen kaum vorhanden.

Die Furcht beeinflusst laut Pisa-Studie massgeblich den Lernerfolg der Jugendlichen. Die Ursachen der Angst liegen in den Besonderheiten unseres Landes. «In der Schweiz wird Mathematik noch immer als ein sehr männliches Fach wahrgenommen», sagt Bildungsforscher Urs Moser. Solche Stereotypen könnten sich bei uns noch immer bilden, sagt er – und sie halten sich auch besonders lange.

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